Frank Schönleber und Daniel Butz


19|08|2017   14 VDP Weingüter von Nahe und Ahr, über 60 Weine - darunter 14 erstmals präsentierte neue "Große Gewächse" und acht besondere Riesling Spätlesen der Jahre 2010 bis 2016 - sowie kleine kulinarische Köstlichkeiten vom "ForstMobil" der Wildkammer aus Bad Sobernheim, das alles wartet auf die Besucher der neuen Veranstaltung "VDP@Emrich-Schönleber" am Samstag, 9. September, von 10 bis 16 Uhr im Weingut Emrich-Schönleber in der Soonwaldstraße 10a in Monzingen.

"Mehr Präsenz des VDP in der Region zeigen", dieses Ziel gab Winzer Frank Schönleber im April 2016 aus, als er das Amt als Vorsitzender des VDP Regionalverbandes Nahe übernahm. Gesagt, getan! Im Juni lockte das "VDP.Heimspiel 2017" über 400 Besucher zur Probe des neuen Weinjahrgangs an die Nahe, nun gibt es in Kürze eine weitere Gelegenheit, an einem Tag ausgewählte Weine von Güter des VDP zu probieren. Bei der Premiere der Veranstaltung "VDP@Emrich-Schönleber" in Monzingen werden am Samstag, 9. September, von 10 bis 16 Uhr insgesamt 14 VDP Weingüter (sechs von der Ahr und acht von der Nahe) jeweils vier ihrer Weine im Fasskeller des Weingutes Emrich-Schönleber präsentieren. "Jedes Weingut wird unter anderem ein Großes Gewächs mitbringen. Diese Spitzenweine werden erstmals vorgestellt", so Frank Schönleber, der sich freut, dass bis auf das Weingut Dr. Crusius, dass an diesem Tag bereits eine Eigenveranstaltung im Terminkalender stehen hat, alle VDP Weingüter von der Nahe und der Ahr bei der gemeinsamen Präsentation mitmachen (siehe auch die Teilnehmerliste weiter unten).

Frank Schönleber, Vorsitzender des VDP Nahe
Frank Schönleber, Vorsitzender des VDP Nahe, freut sich darauf, 13 Winzerkollegen zur Weinveranstaltung "VDP@Emrich-Schönleber" begrüßen zu dürfen.

Als gastronomischer Partner reist die Wildkammer aus Bad Sobernheim mit dem "ForstMobil" an, so dass Besucher Gelegenheit haben, sich mit erstklassigen Wildbratwürsten oder Wildburgern zu stärken.
Bei den Weingütern von der Ahr haben die Besucher Gelegenheit, ausgewählte trockene Spät- und Frühburgunder vom Gutswein bis zum "Großen Gewächs" zu probieren, an den Tischen der Naheweingüter gibt vorrangig der Riesling - ergänzt um einige Weiß- und Grauburgunder - den Ton an, wobei der Fokus auch hier auf den trockenen Weinen liegt.


Sonderverkostung: Die Spätlese wieder ins Rampenlicht rücken

Die trocken ausgebauten Spitzenweine aus deutschen Landen, speziell der Riesling, sind in den vergangenen Jahren (zu Recht) immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Eine Entwicklung, die aber zugleich speziell den restsüß ausgebauten Weine nicht gut bekam, denn diese gerieten immer mehr in den Schatten der trockenen Weine. »Zu Unrecht, denn die Nahe wird international auch ihrer exzellenten Spätlesen wegen hoch geschätzt«, so Schönleber. Zeit also, die restsüße Spätlese wieder mehr ins Licht zu stellen. An einem speziellen Spätlese-Tisch werden deshalb am 9. September acht besonders gelungene Riesling Spätlesen der Jahrgänge 2010 bis 2016 der VDP Weingüter zum Verkosten bereit stehen. Ausgeschenkt werden die Riesling Spätlesen von Daniel Butz, ehemals langjähriger Sommelier bei Johann Lafer, der sich mit Wein im Speziellen und Nahewein im Besonderen bestens auskennt und Informationen und interessante Hintergrundwissen rund um die Riesling Spätlese liefern wird. "Wenn eine Riesling Spätlese zwei bis fünf Jahre gereift und die Süße geschmacklich zurückgegangen ist, dann passt dieser Weintyp auch hervorragend zu vielen Speisen, auch zu herzhaften", bricht Butz, der als selbständiger Gastronom das Café und die Weinbar Michel in Stromberg betreibt, eine Lanze für diesen restsüßen Weintyp.

Sommelier und Gastronom Daniel Butz
Sommelier und Gastronom Daniel Butz kümmert sich um die Spätlese-Sonderverkostung.

An den Spätlesen von der Nahe schätzt der mehrfach prämierte Sommelier besonders deren große geschmackliche Varianz in Kombination mit ihrer Eleganz und feinen Verspieltheit. "Die Nahespätlese spiegelt den jeweiligen Bodentyp, von dem sie stammt, hervorragend wieder", so Butz, der sich mit dem Vorsitzenden des VDP Nahe darin einig ist, dass sich die besten Spätlesen der VDP Güter auf Augenhöhe mit den trockenen "Großen Gewächsen" bewegen: Eine restsüße Spätlese ist eine andere Interpretation einer großen Lage, ansonsten aber genauso gut wie das trockene Große Gewächs derselben Lage, betonen beide unisono.


Eintrittskarten für "VDP@Emrich-Schönleber"

Wer sich davon überzeugen möchte, der sollte die Weinpräsentation "VDP@Emrich-Schönleber" am Samstag, 9. September, von 10 bis 16 Uhr im Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen nicht verpassen. Der Eintritt kostet 20 Euro, Wein und Wasser sind inklusive. Karten können in der VDP Geschäftsstelle via E-Mail info@vdp-nahe.de bezogen oder direkt am Tag der Veranstaltung beim Einlass ins Weingut gekauft werden.


Die teilnehmenden Weingüter

NAHE
Schlossgut Diel │ Dönnhoff │ Emrich-Schönleber │ Gut Hermannsberg │ Kruger-Rumpf │ Prinz Salm │ Joh. Bapt. Schäfer │ Schäfer-Fröhlich 

AHR
J.J. Adeneuer │ Deutzerhof │ Kreuzberg │ Meyer-Näkel │ Nelles │ Jean Stodden 


Gut zu wissen: die Spätlese

Spätlese ist - so ist es in Wikipedia nachzulesen - ein Prädikat für Qualitätsweine. Sie gehört zur Wein-Qualitätsstufe der Prädikatsweine. Einer lokalen Sage nach entstand die Bezeichnung entstand 1775 im Rheingau. Den Weingütern dort wurde damals die Leseerlaubnis von den Gemeinden vorgeschrieben. Eine Ausnahme bildete jedoch das Schlossgut Johannisberg, das zum Besitz des Bistums Fulda gehörte. Die Johannisberger Mönche mussten die Erlaubnis zur Weinlese direkt vom Fuldaer Fürstbischof einholen. Sie schickten deshalb einen berittenen Boten nach Fulda, doch in jenem Jahr verspätete sich die Rückkehr des Boten aus unbekannten Gründen. Die Trauben waren währenddessen von der Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen. Obwohl sie die Ernte für verloren hielten, brachten die Mönche die Trauben ein und kelterten sie. Als sie im darauffolgenden Frühjahr den jungen Wein verkosteten, waren sie von dessen hervorragender Qualität überrascht. Die Bezeichnung wurde daraufhin für besonders hochwertige Weine üblich, und nebenbei hatte man die positiven Effekte der Edelfäule entdeckt. (Quelle: Wikipedia)

Laut Herbert Michel ist diese Geschichte über die Entdeckung der Spätlese aber eine "faule Angelegenheit". Anhand verschiedener anderen historischen Quellen lasse sich belegen, dass der positiven Effekte der Edelfäule auf die Weinqualität bereits früher entdeckt worden sei. So habe J. B. von Rohr in seiner »Viticultura Germaniae« von 1730 festgehalten: „Einige sehen es gerne, wenn eine kleine Fäulnis die Weintrauben trifft und warten daher auch mit der Weinlese so lange, bis ein Regen auf die Trauben gefallen ist und sie hierdurch zu einiger Fäulnis disponiert, damit ihnen einige Süßigkeit zu Wege gebracht werde.” Mehr zur Diskussion über die Ursprünge und Geschichte der Spätlese ist hier nachzulesen.

Alle Personenbilder: Moderne Topfologie
Flaschenfoto: Bernward Bertram für VDP

Stuart Pigott moderiert die Halenberg Riesling Vertikale


12|08|2017   „Lasst die großen trockenen Riesling länger reifen!“, forderte jüngst Felix Prinz zu Salm-Salm, Önologe und Betriebsleiter des Weingutes Prinz Salm in Wallhausen an der Nahe, nachzulesen in meinem Plädoyer für mehr (Zu)Gelassenheit im Nachgang zu einer Verkostung von gereiften trockenen Rieslingen des Weingutes aus Ersten und Großen Lagen bis zurück ins Jahr 1994. Meine Zustimmung hat er - und ich füge mit Nachdruck hinzu: „Lasst auch die großen halbtrockenen respektive feinherben Rieslinge länger reifen!“ Und ich ergänze: „Schenkt diesen Rieslingen mit einem Quentchen mehr Restsüße auch endlich (wieder) mehr Beachtung!“

Wie ich zu meinen Forderungen komme? Sie sind das Ergebnis einer Verkostung von zehn Jahrgängen des feinherben Rieslings Monzinger Halenberg Reserve (R) von 2005 bis 2014 sowie einiger noch älterer halbtrockener Rieslinge aus dem Monzinger Halenberg und Frühlingsplätzchen bis zurück nach 1994 aus dem Weingut Emrich-Schönleber an der Nahe. Die von Weinkritiker und Rieslingspezialist Stuart Pigott moderierte Wein-Vertikale: beeindruckend! Das Resümee: Weintrinker sollten große halbtrockene respektive feinherbe Rieslinge viel, viel mehr ins Rampenlicht rücken - und zwar am besten nach einigen Jahren oder Jahrzehnten Reifezeit in der Flasche.


2005 bis 2014: Zehn Jahrgänge Monzinger Halenberg Reserve im Glas

Hört ein Weinfreund den Lagennamen Halenberg - dann bekommt er in der Regel gleich große Ohren. Der "Halenberg" ist seit über 100 Jahren eine der am höchsten bewertete Lage der oberen Nahe, und der Löwenanteil dieser ausschließlich mit Riesling bestockten „Großen Lage“ nach VDP Statut befindet sich im Besitz der Winzerfamilie Schönleber. Auch dies ist ein Name, bei dem Weinfreaks ihre Ohren aufstellen, denn das zum Verband der Präsikatsweingüter (VDP) gehörende Weingut Emrich-Schönleber gehört zur absoluten Spitzenklasse der deutschen Weinerzeuger. Davon zeugen unter anderem die Bewertungen in den großen Weinführern. Gault&Millau Weinguide: 4,5 von 5 möglichen Trauben. Eichelmann: 5 (von 5) Sterne. Der Feinschmecker: 5 "F" (von 5).

Frank Schönleber und Stuart Pigott
Winzer Frank Schönleber und Weinexperte Stuart Pigott.


„Läuft“ also bei den Schönlebers - über mangelndes Interesse an ihren Weinen kann sich die Winzerfamilie nicht beklagen. Und trotzdem: im Fokus der Öffentlichkeit führt deren "Reserve" Riesling ein im Vergleich etwas stiefmütterliches Dasein. Nicht selten steht der feinherbe Spitzenwein im Schatten seines Großen-Gewächs-Pendants, dem trockenen Halenberg, der die allermeisten neugierigen und bewundernden Blicke des Weinpublikums auf sich zieht. Wen wundert’s! Trocken trinken ist wieder und weiterhin „in“ (an diesem Trend hat der VDP mit seiner Arbeit rund um die Einführung der „Großen Gewächse“ maßgeblich mitgewirkt), wohingegen halbtrockenen, feinherben und restsüßen Weinen aus Kundensicht ein eher verstaubtes Image anhaftet. Hinzu kommt: der Halenberg „R“ kommt erst nach drei Jahre Reife (18 Monate im großen Holzfass, danach noch mindestens 18 weitere Monate in der Flasche) auf den Markt. Eine weitere Hürde für den Wein, denn augenscheinlich hat sich der gemeine moderne Weinkonsument der Devise „Nichts ist so alt wie der Weinjahrgang von gestern“ verschrieben. Er richtet sein Augenmerk fast ausschließlich auf den jeweils neuen Wein und lässt die älteren Jahrgänge links liegen.
Zeit ist’s, eine gehörige Portion vom (Image)Staub und (Alters)Vorurteil weg zu pusten. Die jüngste Verkostung von zehn Jahrgängen "Reserve" Riesling von Werner und Frank Schönleber belegte nachdrücklich, zu welch beeindruckender geschmacklicher Leistung Riesling aus bester Lage fähig ist, wenn dieser ein „Schwänzchen mehr Süße“ mitbringt und etwas länger heranreifen darf.

"Der Halenberg Reserve ist ein anderer Wein und nicht ein Großes Gewächs mit fünf Gramm mehr Restzucker."
Frank Schönleber
Ihr Können unter Beweis stellen dürfen die Monzinger Halenberg Reserve Rieslinge der Jahrgänge 2005 bis 2014 in einer besonderen Umgebung. Die Wein-Vertikale findet im Restaurant „Heimat“ Frankfurter Restaurants „Heimat“ statt. Bereits rein optisch sticht das „Heimat“ in der Nähe des Goethe-Hauses der Main-Metropole heraus, denn es ist in einem 1956 erbaute ehemalige Wasserhäuschen (Kiosk) untergebracht.

Restaurant Heimat in Frankfurt.
Restaurant im ehemaligen Kiosk: das "Heimat" in Frankfurt.


In der Küche des kleinen Pavillons im "American Diner"-Stil schwingen Gregor Nowa und Tanja Sönke den Kochlöffel, für die ausgezeichnete Weinkarte mit großer Auswahl ist Sommelier Oliver Donnecker (vom Falstaff-Magazin zum Sommelier des Jahres 2017 gekürt) verantwortlich. Zum exzellent komponierten Menü von Nowa und Sönke steht an diesem Abend indes nur ein Wein im Fokus, und zwar der Halenberg „R“ von Winzerfamilie Schönleben. Jeweils zwei aufeinanderfolgende Jahrgänge des Rieslings aus der Monzinger Paradelage begleitenden einen Gang des Menüs. Los geht die Wein-Vertikale mit einer Rinder-Consommé mit Kräuter Flädle und Wurzelgemüse, begleitet vom Halenberg „R“ 2005 und 2006.

Halenberg Riesling Vertikale im Restaurant Heimat in Frankfurt


Der Jahrgang 2005 markiert eine kleine Zäsur im Weingut Emrich-Schönleber: Bis zum Jahrgang 2004 vinifizierte Senior Werner Schönleber aus dem Halenberg unter anderem einen großen halbtrockenen Riesling. Im Folgejahr verschwindet dieser von der Weinkarte und wird durch den Halenberg „R“ ersetzt. Zugleich ist dies der erste Jahrgang, mit dem Junior Frank Schönleber die volle Verantwortung für die Kellerarbeit im Gut übernimmt. Ebenso wie Junior und Senior die Verantwortung für das Gut nun gemeinsam schultern, ist auch der Halenberg „R“ eine gemeinsame Idee von Jung und Alt, eine Verbindung von Tradition und Moderne. „Die großen Weine von damals waren in den seltensten Fällen trocken“, erinnert Werner Schönleber zum Auftakt der Vertikale daran, dass Riesling aus Deutschland in seiner ersten großen Blütezeit vor über 100 Jahren stets ein Quäntchen mehr Restzucker mitbrachten.
Indes: Allein mit diesem Quäntchen mehr an Restzucker ist der Halenberg „R“ nicht hinreichend beschrieben, wie Frank Schönleber betont: „Mit dem Reserve möchten wir einen anderen Wein aus dem Halenberg machen, nicht allein ein Großes Gewächs mit fünf Gramm mehr Restzucker." Ziel ist ein Riesling, der den Qualitätsanspruch eines trockenen Großen Gewächses erfüllt und ebenso die immense Grazilität, Finesse und Mineralität der Paradelage Halenberg widerspiegelt, aber mit einer Spur mehr Cremigkeit ausgestattet ist. Erzielt werden Schmelz und Cremigkeit im Halenberg „R“ unter anderem durch das Einbringen von „fünf bis zehn Prozent Traubenmaterial  mit Edelfäule“, wie Frank Schönleber erläutert. Der Ausbau erfolgt in großen Eichenholzfässern (Stück und Doppelstück mit 1200 und 2400 Litern) in Mehrfachbelegung, die Fässer sind zwischen fünf und 50 Jahre alt.

Winzer Werner Schönleber
Winzer Werner Schönleber.


Der Halenberg „R“ des Premiere-Jahrgangs 2005 beweist, dass dieses Konzept trägt: Der Wein umschmeichelt die Nase mit Düften von Honig und Gewürzen, und auch auf der Zunge dominiert die würzig-kräutrige Aromatik das Fruchtspiel, in dem Noten von reifem Apfel, kleinen Erdbeeren und getrockneten Aprikosen anklingen. Eine feine Gerbstoffspur schwingt im Nachhall mit. Geschmacklich wirkt der Wein trocken, sehr balanciert, geradlinig strukturiert und trotz seines Alters von rund 12 Jahren noch quicklebendig.

Der Jahrgang 2006 des Halenberg „R“ legt auf diese Qualität noch eine deutliche Schippe drauf. In der Nase wirkt dieser von Gelbfrüchten und Blüten geprägter Wein noch ebenso frisch und vibrierend wie am Gaumen. In dem bemerkenswerten Fruchtspiel klingen grüner Apfel und Zitrus, reife Grapefruit und Charantais-Melone auf, die von einer lebendigen Säure und einer dezenten Salzigkeit weit getragen werden. Noten von weißer Schokolade, Akazienhonig und Mandeln im langen Abgang deuten das Alter des Weines an, der ob seines insgesamt sehr klaren und gradlinigen Spiels in Kombination mit der inneren Dichte und feinen Cremigkeit noch etliche gute Jahre vor sich haben dürfte. Auf meinem persönlichen Siegertreppchen der Vertikale steht der Halenberg „R“ Jahrgang 2006 auf dem Silberpodest.


Halenberg Riesling Vertikale im Restaurant Heimat in Frankfurt


Halenberg „R“ Jahrgang 2007 und 2008 begleiten den nächsten Gang des Essens, und zwar die gebratene Wachtelbrust mit Beluga Linsen. „Bester feinherber Riesling“ - diesen Titel brachte dem Weingut Emrich-Schönleber der Monzinger Halenberg „R“ des Jahrgangs 2007 im Gault&Millau WineGuide 2009 ein. Der Wein bildet mustergültig die Charakteristika ab, die für die Lage Halenberg typisch sind: der Wein vibriert geradezu von Aromen nach Grapefruit, Ananas und und anderen Südfrüchten und ist von einer salzig-mineralische Ader und würzig-kräutrige Aromatik durchzogen. „Hier gibt es so viel zu entdecken, die Fülle macht mich schier unfähig, diesen Wein adäquat zu beschreiben“, fasst Weinexperte Stuart Pigott seine Begeisterung in Worte. Der Halenberg „R“ 2008 steht dem Vorgängerjahrgang kaum nach - einzig die kräutrige Wesensart und die Gerbstoffspurt treten etwas deutlicher in den Vordergrund. Beide Weine verdienen das Prädikat Extraklasse und begleiten die mit Ingwer und Ras el Hanout exotisch gewürzten Gang des Menüs spielerisch – eine große Leistung!


Halenberg Riesling Vertikale im Restaurant Heimat in Frankfurt


Zum Seezungenfilet mit Spargel, Morcheln, Erbsen und Parma Schinken haben der Halenberg „R“ 2009 und 2010 ihren Auftritt - und der fällt groß aus. In der fein gewirkten, noch jugendlich erscheinenden Nase des Halenberg „R“ 2009 klingen Apfelspalten, etwas Aprikose, ein zarter Kräutereinschlag auf, der Geruch von Kieselsteinen aus einem kühlen Gebirgsbach erhellt die Mineralität des Weines. Leichtfüßig und elegant flattert der Wein über die Zunge, Zitrus- und Apfelaromen blitzen ebenso auf wie der Duft von Wilderdbeeren, etwas Wacholder und ein Hauch von Akazienholz - umschmeichelt von einer sehr dezenten Süße. Limone und Aprikose drängen sich im langen Nachhall mit Macht noch einmal machtvoll in den Vordergrund, flankiert von den nun noch deutlich hervortretenden Leitplanken einer grünen Kräuterwürze auf der einen und salzig-herben Mineralität auf der anderen Seite. Das ist großes Riesling-Tennis, oder, wie Stuart Pigott es formuliert: „Wow! Diese Frische, diese extreme Jugendlichkeit! Dieser Wein hat noch Jahrzehnte vor sich.“ Mit Sicherheit! Von mir gibt es für den Halenberg „R“ 2009 die Goldmedaille, mein Lieblingswein der Probe.

Den dritten Platz auf dem Siegerpodest und den Bronze-Rang hinter dem Halenberg „R“ 2006 sichert sich der Halenberg „R“ 2010: In der Nase wirkt der Wein durch etwas ausgeprägtere Botrytis-Noten etwas reifer als der Vorgängerjahrgang, verfügt aber über ein ähnlich beeindruckendes Aromenspiel und innere, vibrierende Spannung. Die feinen Fruchtaromen verbinden sich mit einer sehr würzigen Ader, einem festen, von Kalkdüften geprägten mineralischen Kern und einer vibrierenden, sehr eleganten Säure. Im Abgang des geschmacklich trocken wirkenden Weines fächern die Fruchtaromen vom Apfel und Aprikose bis Melone und Grapefruit noch einmal weit auf, dazu gesellen eine leicht pfeffrige Note und eine von Salzkörnern durchzogene Rosinen-Aromatik. Auch dieser Wein wird ebenso wie der des Jahrgangs 2009 noch viele Jahre große Freude bereiten - und für beide ist es ein Leichtes, die geschmackliche Spannbreite des dazu servierten Essens von der zarten Herbe des Spargels über die erdige Würze der Morchel, der Süße des Erbsenpürees und der Salzigkeit des Schinkens zu umfassen - Hut ab!


Halenberg Riesling Vertikale im Restaurant Heimat in Frankfurt


Die Jahrgänge 2011 und 2012 werden zum Lammkarree mit Artischocke, Kichererbse, Spitzpaprika und Bärlauch serviert. Der Monzinger Halenberg „R“ 2011 paart seine Salzigkeit mit einem feinen Gerbstoffgerüst und einer zarten süßen Note. Die Frucht chargiert zwischen Apfel, Weinbergspfirsich und Grapefruit, die leichte Phenolherbe wird durch Botrytisnoten (Honig, Rosinen, Schokolade) umschmeichelt, die Säure bringt ordentlich Schwung in den Wein und verleiht ihm trotz seines Schmelzes einen straffen, schlanken und maskulinen Körperbau. Etwas weicher und weiblicher kommt der Jahrgang 2012 daher. Zwar verfügt auch dieser Wein über eine fruchtige Frische, Kräuterwürze und einen steinigen mineralischen Kern, allerdings ist die Säure nicht so stark ausgeprägt und zeigt weniger Zähne.


Halenberg Riesling Vertikale im Restaurant Heimat in Frankfurt


Die Jahrgänge 2013 und 2014 bilden zur gebratenen und geräucherten Taunus-Forelle mit Frankfurter Kräutersauce, Radieschen und Meerrettich den Abschluss der Halenberg „R“ Verkostung. „Der Halenberg 2013 ist ein strammer, ein energiegeladener Kerl“, so Weinexperte Stuart Pigott. In der Nase zeigt der noch junge Wein einen zarten, noch verhaltenen Rieslingduft, am Gaumen stehen momentan Aromen von reifen Äpfeln, Aprikosen und ein Duft nach weißen Blüten im Vordergrund, im Abgang schälen sich noch vorsichtig Orange und Ananas heraus. Der Wein wirkt leichtfüßig und elegant, entwickelt einen tollen Zug, verfügt über eine fein eingebundene Säure und baut zugleich eine schöne Länge auf - ein sehr klassischer Riesling mit großem Potential und ein hervorragender Essensbegleiter, der aufgrund seiner Cremigkeit und dezenten Süße auch mit der Würze und Schärfe von Kräutersauce, Radieschen und Meerrettich im begleitenden Essen kein Problem hat. Das gilt auch für den Halenberg „R“ 2014, der im Vergleich etwas weniger Süße mitbringt und dessen salzige Mineralität noch ausgeprägter ist. Der Wein hat eine sehr trockene, sehr steinige Anmutung, die filigranen Zitrusfrucht-Aromen sind in einer straffen Ummantelung von Rauch und feinsten Jod-Anklängen, einer kristallinen Säure und feinherben Kräuterwürze eingefasst. Ein sehr gradliniger, reintöniger, „nach vorne gehender“ Wein, der trotz seiner Jugend bereits jetzt mit großem Genuss zu trinken ist und von allen probierten Reserve Weinen die größte Ähnlichkeit zum trockenen „Großen Gewächs“ aus dem Halenberg aufweist.


Winzer Frank Schönleber


Fazit Eins der Halenberg „R“ Vertikale: Auftrag erfüllt! Werner und Frank Schönleber belegen mit ihrem "Reserve" Riesling nicht nur, wie hervorragend sich große feinherbe Rieslinge entwickeln, wenn sie behutsam ausgebaut werden und ihnen ausreichend Zeit zur Reife eingeräumt wird, sondern auch, wie hervorragen gereiftere und mit einem Tick mehr Restsüße ausgestatteten Weine auch zu einer Fülle von Speisen passen - und dies vielfach besser als ihre trockenen Artgenossen. Fazit Zwei aber auch: Auftrag noch nicht erfüllt! Denn bei vielen Weinfreunden ist diese Botschaft noch nicht noch nicht so richtig angekommen. Sie machen weiterhin um alle Weine, auf denen nicht trocken und der jeweils aktuelle Jahrgang steht, pauschal einen Bogen. „Warum wird über Weine wie den Halenberg Reserve nicht so viel geredet wie über Große Gewächse. Einfach und allein, weil nicht `trocken‘ auf dem Etikett steht“, bringt Stuart Pigott das Dilemma auf den Punkt. Selbst schuld, mag man da ausrufen. Doch besser noch, man schließt sich dem Ruf von Stuart Pigott an, den er alle aufgeschlossenen und entdeckerfreudigen Weintrinker den Appell richtet: „Enjoy!“

Stuart Pigott
Stuart Pigotts dringende Empfehlung zum Halenberg Reserve: "Enjoy!"

Alle Fotos: Moderne Topfologie
Gegrillter Schmarren mit Erdbeeren

10|08|2017   Schmarren geht immer - zu jeder Tages- und Nachtzeit. Meinem Lieblingsschmarren - dem mit Heidelbeeren - hab ich hier im Blog im Bericht Topfenschmarren mit Blaubeeren - erzähl' kein Schmarrn, mach' welchen! ein kleines Denkmal gesetzt. Aber als ich im neuen Buch Süß Grillen* meines meines Quasi-Nachbarn Manuel Weyer (wir wohnen momentan nur ein paar Kilometer auseinander) das Rezept für Vanilleschmarren mit Erdbeerröster vom Grill entdeckte, war sofort klar: "Will auch haben!" Bitte sehr, Manu hat das Rezept mitgebracht und präsentiert es hier im Blog!

Koch und Grillexperte Manuel Weyer
Manuel Weyer.
Foto: Moderne Topfologie

Süß Grillen* - da neuste und wieder in Kooperation mit dem hervorragenden Food-Fotografen Mathias Neubauer entstandene Grillbuch von Manuel Weyer ist tatsächlich einmalig: es enthält ausschließlich süße Sachen vom Grill und ist eine wahre Freude für den Gaumen. Limoncello Tarte mit Vanillebaiser, Panna Cotta von weißer Schokolade, süße Paella, Germknödel mit Pfaumenkompott, Mocca-Cornettos, Ananas mit Dulce de leche, Strudelteig-Bonbons mit Marshmallow-Creme, Mango-Kokos-Eisbombe, Baumkuchen, süße Blätterteigrippchen und, und, und . . . hier kommen Zuckerschnuten und Leckermäuler voll auf ihre (Grill)Kosten. Vorgestellt habe ich Manus neustes Buch bereits hier im Blog im Bericht Süß grillen - das brandneue Grillbuch von Manuel Weyer für alle Zuckerschnuten - nun hat der leidenschaftliche Koch und Grillexperte für alle Leserinnen und Leser von Moderne Topfologie sein Schmarren-Rezept aus dem Buch Süß Grillen* mitgebracht. Meine dringende Empfehlung: Grill anwerfen und ausprobieren!

Süße Sachen vom Grill
Grafik: ZS Verlag  |  Foto: Mathias Neubauer für ZS Verlag


Rezept für Vanilleschmarren mit Erdbeerröster


ZUTATEN

Für den Schmarren:

  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • abgeriebene Schale und Saft von 1 Bio-Zitrone
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 100 ml Milch
  • 75 g Mehl
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Likör mit Vanille (z.B. Licor 43)
  • Puderzucker zum Bestäuben


Für den Röster:

  • 500 g Erdbeeren
  • 4 EL Honig
  • Zesten und Saft von 1 Bio-Limette


Für den Vanillezucker:

  • 2 EL Zucker
  • Mark von ½ Vanilleschote


ZUBEREITUNG

  1. Den Grill (mit Deckel, etwa 180°C) für mittlere direkte/indirekte Hitze vorbereiten.
  2. Für den Schmarren die Eier trennen. Die Eigelbe mit 75 g Zucker mehrere Minuten dickschaumig aufschlagen. Die Eiweiße mit Zitronenschale und -saft sowie Vanillemark und dem restlichen Zucker ebenso dickschaumig aufschlagen. Die Milch mit dem Mehl und der Speisestärke verrühren und durch ein Sieb gießen. Die Eigelbmischung und die Eiweißmischung behutsam unterheben.
  3. In eine gusseiserne Grillpfanne oder ein Grill-Kochgeschirr 1 EL Butter geben und bei direkter Hitze offen schmelzen. Den Teig hineinlaufen lassen und mit geschlossenem Deckel 4 bis 5 Minuten angrillen. Danach zur indirekten Hitze wechseln und den Teig 15 bis 18 Minuten weitergrillen.
  4. Inzwischen für den Röster die Erdbeeren putzen, waschen und je nach Größe halbieren. Mit dem Honig, den Limettenzesten und dem -saft in ein Grill-Kochgeschirr geben und bei direkter Hitze mit geschlossenem Deckel 8 bis 10 Minuten leicht einkochen.
  5. Für den Vanillezucker den Zucker und das Vanillemark in einem Mörser gründlich vermahlen.
    Den aufgegangenen Teig grob zerreißen, die übrige Butter dazugeben, mit dem Vanillezucker bestreuen und bei direkter Hitze leicht karamellisieren. Mit Vanillelikör beträufeln und mit
    Puderzucker bestäubt servieren. Den Erdbeerröster extra dazu reichen. 

Noch mehr Grillrezepte von Manuel Weyer 

Na, Lust bekommen auf noch mehr Grillrezepte von Manuel Weyer? Kein Problem: Hier im Blog hat Manu schon ein paar andere Grillrezepte vorgestellt, so für Zimtschnecken mit Glühweinsabayon, Zwiebelsüppchen mit gegrillten Jakobsmuscheln und Limoncelo-Tarte mit Vanillebaiser. Noch mehr Rezepte von Manuel Weyer findest Du in seinen Grillbüchern: 

Kokos Keckse
Grafik: ZS Verlag  |  Foto: Moderne Topfologie

(Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands)
Rezepte und Food-Styling Manuel Weyer
Fotos Mathias Neubauer
ZS Verlag (2016)

Rezepte und Food-Styling: Manuel Weyer
Text: Rainer Schillings
Fotos: Ansgar Pudenz
99pages Verlag by Heel (2016)

Rezepte und Food-Styling Manuel Weyer
Fotos Mathias Neubauer
ZS Verlag (2017)

Gegrillte Zitronen-Trate
Gegrillte Limoncello-Tarte.
Foto: Mathias Neubauer für ZS Verlag
*Links zu Amazon sind Affiliate Links
Foto ganz oben: Mathias Neubauer für ZS Verlag

Matjes mit Rettichsalat und Himbeer-Honigmarinade


03|08|2017   „Die Qualität ist wieder top. Deutschland kann sich auf eine tolle Saison der zarten Filets mit dem unverkennbaren rosafarbenen Fleisch freuen." So begrüßte der Hamburger Spitzenkoch Thomas Martin zur offiziellen eröffnung der Matjes-Saison das erste Matjes-Fass aus Holland in Hamburg.Was den Holländischen Matjes von anderen unterscheidet, ist seine besondere Verarbeitung und die Reifung. „Der Matjes wird auf traditionell holländische Weise gekehlt und anschließend in Salzlake eingelegt“, erläuterte Gerbrand Voerman, Vorsitzender des niederländischen Hering-Großhandelsvereins: „Seine Reifung wird durch körpereigene Enzyme verursacht."

Passend zur Saisoneröffnung des Holländischen Matjes hat Thomas Martin, Chefkoch des renommierten und mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Louis C. Jacob in Hamburg, drei Rezepte entwickelt, die raffiniert und schnell zubereitet sind. Zwei davon habe ich hier im Blog bereitzs veröffentlicht (siehe Info unten), nun folgt das dritte und letzte.

Matjes mit Rettichsalat und Himbeer-Honigmarinade


Rezept für Matjes mit Rettichsalat und Himbeer-Honigmarinade


ZUTATEN & ZUBEREITUNG  |  für 4 Personen

  • 4 holländische Matjesfilets

Himbeer-Honigmarinade

  • 1 EL Himbeermark
  • 100 ml Walnußöl
  • 2 EL Himbeeressig
  • Salz und Zucker

Aus den Zutaten eine Vinaigrette herstellen.


Rettichsalat

  • 50 ml Geflügelfond leicht erwärmt
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Himbeeressig
  • 200 ml Sesamöl
  • Salz und Pfeffer250 g schwarzer Rettich

Geflügelfond, Honig, Himbeeressig in einen Becher geben und mit einem Pürierstab das Sesamöl beimengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Rettich schälen, in ganz feine Streifen schneiden und zur Sesammarinade geben.


ANRICHTEN

Den Rettichsalat auf 4 Teller verteilen. Die Matjesfilets darauf legen. Das Gericht mit der Himbeer-Honigmarinade umgießen.

Service & weitere Rezepte

Weitere Informationen zum Holländischen Matjes und weitere Rezept mit Matjes findest Du hier im Blog im Artikel Clubsandwich mit Matjes, Avocado-Mayonnaise und knusprigem Speck und in den Rezepten für Gurkensüppchen mit Matjes-Tatar und Matjesfilets mit Kartoffel-Liebstöckelsalat.

Matjes

Rezept: Thomas Martin
Fotos: Holländisches Fischbüro

Das Buch Weinkompass Rheinhessen


25|07|2017   In Rheinhessen gibt es rund 250 Straußwirtschaften beziehungsweise Gutsschänken. Bei dieser Vielfalt ist Orientierung wichtig: Wo ist der Wein besonders gut? Wo gibt es eine etwas ausgefallenere Speisekarte? Wo sitzt man draußen besonders schön oder hat eine tolle Aussicht?

Antworten darauf gibt der "Weinkompass Rheinhessen" aus dem Leinpfad Verlag, der jüngst in der aktualisierten dritten Auflage erschienen ist. Autor und Journalist Thomas Ehlke hat für die 124 Seiten des Buches wissenswerte Informationen und Fotos zu den 50 besten Straußwirtschaften und Gutsschänken der Region zusammen getragen. So erfahren Leser unter anderem etwas über die Philosophie der Weinmacher, die An- und Ausbaumethode, die Küche der Betriebe und was Ehlke dort jeweils am besten geschmeckt hat. Seine Highlights hat er in einer Top-Ten-Liste der Betriebe zusammengefasst. Infokästen bieten dem Leser kompakt Auskünfte zu Reservierungsmöglichkeiten, zur Anzahl der Plätze drinnen wie draußen und zu den besonderen Angeboten des jeweiligen Weinguts. Fotograf Torsten Zimmermann hat nicht nur die Gasträume fotografiert, sondern auch die Weinmacher.

Weinberge in Rheinhessen

So weist der "Weinkompass Rheinhessen" den Weg zu den besten, außergewöhnlichsten, gemütlichsten und authentischsten rheinhessischen Straußwirtschaften und Gutsschänken. Das Buch (ISBN 978-3-945782-35-4) kostet 14 Euro und ist über den Buchhandel zu bekommen.

Fotos von Rheinhessen: DWI