Raffiniertes Comeback der alten Klassiker im Fürstenhof

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Das Hotel Fürstenhof in Bad Kreuznach hat einen neuen Küchenchef: Sascha Hinsberger.


29|03|2015    Der Fürstenhof hat einen neuen Küchenchef: Seit kurzem hat Sascha Hinsberger das Sagen in der Küche des Vier-Sterne-Hotels im Kurviertel von Bad Kreuznach - und der "Neue" setzt vor allem auf Frische, Regionalität und alte Klassiker mit Pep und Raffinesse.


Neuer Küchenchef im Fürstenhof: Sascha Hinsberger

Sascha Hinsberger ist ein kulinarischer Deutschlandreisender: Von der Nordseeküste bis ins Schwabenland - als Koch hat der 34-Jährige die Republik von Nord nach Süd durchquert - doch nun hat er in meiner Heimatregion im Naheland sein Lager aufgeschlagen, und zwar in der Küche des Vier-Sterne-Hotels Fürstenhof in Bad Kreuznach. Bei seinen Engagements in den unterschiedlichsten Teilen des Landes hat Hinsberger die Eigenheiten und Spezialitäten der regionalen Küchen kennen und lieben gelernt. Wichtig ist ihm dabei aber vor allem eines: "Authentisch muss es sein." Deshalb redet Hinsberger nicht bloß von regionalen Produkten, sondern packt auch selbst mit an: Fisch und Hummer holte er als Küchenchef auf Helgoland fangfrisch vom Kutter, das Wild aus dem Schwäbischen Wald lieferte der Jäger persönlich bei ihm ab. "Mit richtig frischen Zutaten macht das Kochen erst richtig Spaß", sagt der neue Fürstenhof-Küchenchef.

Sascha Hinsberger ist neuer Küchenchef im Hotel Fürstenhof in Bad Kreuznach.
Der neue Küchenchef im Fürstenhof: Sascha Hinsberger.

Verfechter der "neuen Bodenständigkeit"

Knödel statt Hummer: Der Trend zur "neuen Bodenständigkeit" in den Genuss-Tempeln der Nation kommt dem Koch mehr als nur gelegen. Er liebt es, alte Klassiker der regionalen Küche mit erstklassigen Zutaten und raffinierten Variationen zu veredeln. Statt schnödem Schwarzhirsch kommt so beispielsweise edles Damwild in Hinsbergers Hirschgulasch, und einstiges "Arme-Leute-Essen" wie etwa Serviettenknödeln verhilft er mit pfiffigen Rezeptideen zum kulinarischen Comeback. Seinen Prinzipien bleibt Hinsberger auch im Naheland treu: Frische und Regionalität bleiben sein oberstes Gebot. Deshalb hat er unter anderem bereits Kontakte zu einem Jäger im Soonwald geknüpft. Fürstenhof-Gäste können sich also bereits jetzt auf regionale Wildspezialitäten freuen. Eine weitere Spezialität von der Nahe kann sich der neue Fürstenhof-Koch ebenfalls nicht mehr aus seiner Küche wegdenken: Den ausgezeichneten Wein. "Damit zu kochen ist eine wahre Freude", sagt der 34-Jährige. "Desserts oder Saucen, die mit den Tropfen von der Nahe zubereitet werden, müsse man dank des hervorragenden Aromas im Grunde kaum noch nachwürzen."
Für Fürstenhof-Chef Gojko Loncar ist Sascha Hinsberger übrigens ein alter Bekannter. Der neue Küchenchef absolvierte bereits seine Ausbildung zum Koch in einem von Loncars Häusern. Seither ist der Kontakt niemals abgerissen. Jetzt, nach fast 15 Jahren, kehrt der ehemalige Lehrjunge als Küchenchef zu seinem alten Arbeitgeber zurück.

Text & Fotos: Robert Syska


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