Buttriges Toastbrot - selbst gebacken - geht ganz einfach!

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Toastbrot


12|01|2018   Ein Toast auf diesen Toast! Wer sein Toastbrot auch nur einmal nach diesem Rezept selbst gebacken und probiert hat, der wird es künftig nie mehr mehr missen möchten. Der Unterschied zur Ware aus dem Supermarkt ist - ganz gleich ob mit einem No-Name-Toast oder einem Markenprodukt verglichen - deutlich greifbar, intensiv schmeckbar und tatsächlich gravierend.


Luftig, locker und herrlich buttrig: Toast aus eigenem Hause

Im Vergleich zum Industrietoast hat dieses selbst gebackene Weißbrot einen deutlichen und herrlichen Brotduft, es ist phantastisch luftig-fluffig und – oh Wunder – es schmeckt tatsächlich nach Butter und trägt dieses Merkmal nicht nur als geschmacklich nicht nachvollziehbares Versprechen auf der Verpackung. Ein weiterer deutlicher und positiver Unterschied: Toast aus Massenproduktion ist im Prinzip nur in jenem Moment halbwegs genießbar, wenn er warm den Toaster verlässt. Im kalten oder wieder erkalteten Zustand dominiert hingegen das Gefühl, auf einem Stück Pappkarton herumzukauen. Ganz anders bei diesem selbst gebackenen Toast. Kalt und ungetoastet - das Toast schmeckt. Frisch getoastet - herrlich! Getoastet und dann wieder komplett abgekühlt - jamjam - schmeckt auch. Ob so oder so, die Toastscheiben haben immer einen tollen Geschmack, verfügen über einen schönen Biss und hinterlassen ein angenehmes Mundgefühl.


Toast Brot


Ist bestimmt schwer zu backen - denkst Du jetzt bestimmt. Mitnichten! Wer wissen möchte, wie's geht und wie einfach das ist, dem möchte ich das Buch Auf die Hand vom Stevan Paul ans Herz legen. In seinem im Brandstätter Verlag erschienenen Kochbuch porträtiert der gelernte Koch und Foodblogger nicht nur das Lebensgefühl der Streetfood- und Brotbackszene, sondern liefert auch eine Fülle von Rezepten aus aller Welt, mit denen die Zubereitung von Burgern und Sandwiches, Hot Dogs und feinen Snacks fürs Abendbrot leicht von der Hand geht. Besonders empfehlenswert: Im Grundrezepte-Kapitel desd Buches ist das Rezept für einen "Wunderteig" zu finden. Dieser "Teig für alle Fälle" macht auch blutigen Brotback-Anfängern wie mir die frische Zubereitung von Burger-Buns, Hot Dog-Brötchen oder Toastbrot leicht. Der Beweis: Bereits beim ersten Ausprobieren des "Wunderteiges" vor einigen Monaten sind mir sehr ansehnliche Hot Dog-Rolls gelungen (das Rezept für die Hot Dog Brötchen findest Du hier), und auch das Backen des Toastbrotes hat direkt bei der Premiere tadellos geklappt.



Toastbrot - selbst gebacken


Einige kleine Rezept-Abänderung zum ´Wunderteig-Rezept aus dem Buch habe ich inzwischen aber vorgenommen - um es noch beser meinen geschmacklichen Vorlieben anzupassen. So habe ich die Zuckermenge im Rezept von 40 auf 30 Gramm reduziert, um die Süße des Toast einen Tick herunter zu fahren. Um dem buttrigen Schmelz des Brotes einen kleinen "Frischekick" entgegen zu stellen, gebe ich zudem statt 150 ml nur 100 ml Wasser in der Teig, dafür aber zusätzlich 50 ml Buttermilch. Das Ursprungsrezept schmeckt schon klasse, aber so schmeckt es mir persönlich noch besser. Möchtest Du testen? Hier das Rezept:


Selbst gebackener Toastbrot


Rezept für selbstgebackenes Toastbrot


Zutaten  |  für 1 Kastenform mit 25 bis 26 cm Länge

  • 450 g Mehl (405 Type)
  • 50 g Maisgrieß
  • 50 ml Milch, leicht erwärmt
  • 50 ml Buttermilch, leicht erwärmt
  • 100 ml Wasser, lauwarm
  • 30 g Zucker
  • ½ Würfel Frischhefe (od. 1 Tüte Trockenhefe a 7 g)
  • 75 g Butter
  • 5 g Salz
  • 2 Eier, zimmerwarm
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Sahne


Zubereitung  |  ca. 15 Min. plus 90 Min. Geh- und 30 Min. Backzeit

  1. Siebe das Mehl in eine Rührschüssel und mische es mit dem Maisgrieß. In einem kleinen Topf die Milch leicht erwärmen und mit dem lauwarmen Wasser und dem Zuckern verrühren. Dann die Hefe hinein bröckeln und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis die Hefe aufgelöst ist. Eine Mulde in das Mehl drücken, die Flüssigkeit hineingießen und umrühren, so dass sich etwas vom Mehl mit der Flüssigkeit vermischt und in der Mulde ein dünner Vorteig entsteht. Diesen mit etwas Mehl vom Rand bedecken und die Schüssel zugedeckt an einen warmen Ort stellen. Den Teig 30 Min. gehen lassen
  2. In einer kleinen Schüssel mit einer Gabel das Salz und die zimmerwarme Butter vermengen und bereitstellen. Die 2 Eier in die Teigschüssel geben und mit einem Knethaken 4 Minuten auf kleiner Geschwindigkeit zu einem glatten Teig kneten. Dann die Butter stückchenweise dazugeben und weitere 2 Min. bei leicht erhöhter Geschwindigkeit unterkneten.
  3. Den Teig aus der Schüssel heben und mit bemehlten Händen ein paar Mal falten und rundwirken, also zu einer Kugel formen. Die Kugel zurück in die Schüssel geben und zugedeckt nochmals mindestens 30 Min. (bis max. 60) an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Den Teig aus der Schüssel haben und auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen - nicht mehr kneten. Mit einem bemehlten großen Messer in 6 gleichgroße längliche Stücke teilen. Jede Teigportion mit bemehlten Händen umfassen, mit den Fingern nach Innen einkrempeln und so lange einarbeiten, bis straffe, nahtlose Kugeln entstanden sind. Die Kastenform mit ein wenig weicher Butter ausstreichen und leicht bemehlten Die Kugeln hintereinander in eine Kastenform setzen. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort min. 30 (bis max. 60) Min. gehen lassen.
  5. Kurz vor dem Ende der Gehzeit des Teiges den Backofen auf 200 Grad (Ober- / Unterhitze) vorheizen. Das Eigelb mit 1 EL Sahne verquirlen und die Oberseite des Brotes damit bepinseln. Die Kastenform auf ein Bachofenrost setzen, in den Backofen auf die 2. Schiene von unten einschieben. Nach 5 Min. die Hitze auf 180 Grad reduzieren und das Toast in ca. 35–40 Min. goldbraun backen.
  6. Das Brot in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen. Mit einem scharfen (Wellenschliff-)Messer in Scheiben schneiden und nach Belieben ungetoastet oder getoastet genießen. 

Toast mit Marmelade

  Tipps & Bezugsquellen

Gebacken wurde das Toast in der Premium-Baking Kastenform* der Firma Birkmann. Die Form (25 cm) punktet durch ihre hohe Materialstärke (ist schwer), die sehr gute Antihaftbeschichtung, den extra hoher Rand und ihre breiten seitlichen Griffe an der Kopf- und Fußseite, durch die sich die Form auch mit dicken Backhandschuhen einfach aber sicher greifen lässt. Zu kaufen gibt es die mit dem "German Design Award 2017" ausgezeichnete Birkmann Premium-Baking Kastenform unter anderem hier*.

Bereits vor einiger Zeit habe ich aus dem "Wunderteig" Brötchen für Hot Dogs gebacken - das Rezept dafür findet Du in meinem Blog-Artikel Hot Dogs mit hausgemachtem Brötchen - Streetfood at home.


Selbstgebackenes Toastbrot

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