Tarte mit Weinbergpfirsich - zum Erröten lecker

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Tarte vom roten Weinbergpfirsich. #Backen #Tarte #Pfirsich #Kuchen


09|11|2015   Einer der Vorteile vom Leben in einer ländlich strukturierten (Weinbau)Region sind unverhoffte Naturalien-Geschenke, die besonders während der Erntezeit ins Haus schneien. So stand vor kurzem ein mit kleinen roten Weinbergpfirsichen prall gefülltes Holzkistchen vor unserem Gartentor. „Was mache ich denn jetzt damit?“, fragte ich mich, und schnell schoss mir die Antwort durch den Kopf: „Ich reich' das Kistchen weiter an meine Frau.“ Mit den Worten „Mach was draus! Überrasche mich!“ vollzog ich schnell die Übergabe. Eine kluge Entscheidung, wie sich wenig später zeigen sollte. Eine herrlich anzuschauende und duftende Pfirsich-Tarte stand auf dem Tisch und wartete darauf, probiert zu werden.

China-Exportschlager für deutschen Weinberge

Der rote Weinbergpfirsich ist ein interessantes Früchtchen: Seine Heimat liegt, wie es der Gartenakademie Rheinland-Pfalz zu entnehmen ist, in China, wo bereits 2200 v. Chr. verschiedene Pfirsichsorten unter dem Namen »Sing« kultiviert wurden. Über Vorderasien gelangten Pfirsiche nach Persien, von dort wurde der »Perserapfel« durch die Römer nach Italien und Südfrankreich gebracht. In Deutschland wurden Pfirsichsteine aus der Zeit 120 nach Christi gefunden. Die heute als roter Weinbergpfirsich bezeichneten Sorten wurden erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt und verbreiteten sich besonders in den klimatisch begünstigten Weinbaugebieten Deutschlands. Bis in die 60er Jahre hinein standen eine Vielzahl von Obstbäumen in unseren Weinbergen, wobei die kleinwüchsigen und robusten Bäume des roten Weinbergpfirsich speziell in Steillagen gepflanzt wurde. Stark verbreitet war der Rote Weinbergpfirsich besonders an der Mosel.

Viel her machen die Früchte auf den ersten Blick nicht, eher im Gegenteil. Sie sind klein, die Haut ist dick und fest und die Früchte sehen durch ihren starken weißlichen Pelz auf den ersten Blick aus, als wären sie von einer Schimmelschicht überzogen. Ihre wahre Schönheit enthüllen die kleinen Pfirsiche, wenn man sie aufschneidet. Dann zeigen sie ihr tiefrotes Fruchtfleisch mit mehr oder weniger stark ausgeprägten gelben Einsprenglungen rund um den Fruchtkern. Sie verströmen einen intensiven Duft und sind im Vergleich zum "normalen“ Pfirsich zwar weniger süß, dafür aber aromatischer und mit einem wunderbaren Pfirsichgeschmack gesegnet.

Tarte vom roten Weinbergpfirsich #Backen #Tarte #Pfirsich #Kuchen


Die Früchte eignen sich zum Kochen und Dünsten, zur Herstellung von Konfitüre und Kompott und die Erzeugung von Obstbränden und Likören. Das Buch Rund um den Roten Weinbergspfirsich: Kochen und Backen mit der roten Mosel-Frucht* von Heike Raab versammelt viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Zumeist wird vor dem Kochen die stark pelzige Haut der kleinen Pfirsiche entfernt, für die im Folgenden beschriebene Tarte vom roten Weinbergpfirsich, die auf ein Rezept aus der Feder von Pumpkin-Pie zurückgeht, blieb die Haut aber dran. Die Tarte hat einen saftig-buttrigen Boden, was sehr gut zum nicht so süßen Roten Weinbergpfirsich passt. Was auf den Fotos hier nicht zu sehen ist: Geschmacklich noch runder wird die Tarte, wenn Du auf jedes Stückchen vor dem Servieren einen Klecks Crème fraîche oder - wer es noch etwas süßer mag - Crème double gibst. Und nun zum . . .


Rezept für Tarte mit Weinbergpfirsich

Zutaten  |  für eine Tarte - 26 cm

  • 195 g Mehl
  • ½ TL Zucker
  • 115 g weiche Butter
  • 2 EL saure Sahne
  • 14-16 rote Weinbergpfirsiche
  • 3 Eigelbe
  • 165 g saure Sahne
  • 155 g Zucker

Zubereitung  |  30 Min. plus 60 Min. Backzeit

  1. Heize den Ofen auf 180 Grad vor. Gib das Mehl in einen Schüssel und verknete es zusammen mit der weichen Butter und der sauren Sahne zu einem Teig. Fertig? Dann den Teig ausrollen und die Form damit auskleiden. Dabei den Teig am Formrand etwas hochziehen.
  2. Nun die Pfirsiche halbieren, entkernen und in nicht zu dünne Spalten schneiden. Mit den Spalten den Boden der Form spiralförmig auslegen, so dass sich die Spalten auch überlappen.
  3. Die Eigelbe mit der sauren Sahne, dem Zucker verrühren. Die Mischung gleichmäßig über den Pfirsichen verteilen und die Tarte rund eine Stunde. im vorgeheizten Ofen backen, bis der Teig eine goldbraune Farbe annimmt und die Füllung in der Mitte fest ist. Ist die Tarte zwar schon goldbraun, aber noch nicht fest genug, decke sie die restliche Backzeit mit Alufolie ab.
  4. Die fertige Pfirsichtarte aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen. Lauwarm oder abgekühlt mit einem Klecks Crème fraîche oder Crème double servieren. 

Service & Bezugsquellen

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