Premiere: 1. Donnersberger Genussmarkt

Der 1. Donnersberger Genussmarkt wird am 1. September im Weingut Bremer im Zellertal veranstaltet.


22|08|2019   Nach den Donnersberger Glanrindwochen und dem Donnersberger Weinforum bereichert ab sofort eine weitere Veranstaltung das genussvolle Leben im nordpfälzer Bergland: der Donnersberger Genussmarkt.

Der 1. Donnersberger Genussmarkt wird am Sonntag, 1. September, von 11 bis 18 Uhr im Weingut Bremer im Zellertal (Brückenstr. 2, 67308 Zellertal-Niefernheim) veranstaltet. Zahlreiche Erzeuger werden Leckereien aus der Region zum Genießen und Erwerben anbieten. Ob Kaffee aus feinsten Bohnen, goldgelber Honig vom heimischen Imker, herzhafte Wurstwaren oder Destillate und Marmeladen aus handverlesenen und vollreifen Früchten – die Besucher erwartet beim 1. Donnersberger Genussmarkt eine Vielzahl an Delikatessen. Ergänzend dürfen an diesem Sonntag auch die Weine des Weingutes Bremer verkostet werden.

Der 1. Donnersberger Genussmarkt ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Slow Food Conviviums Donnersberger Land-Glantal, des Donnersberger Touristikverbandes und des Weingutes Bremer.

Donnersberger Genussmarkt - die teilnehmenden Betriebe:

 

  • Amorella Kirschmanufaktur, Mainz (Produkte rund um die Kirsche)
  • Backstubb Börrstadt, Börrstadt (Kuchen und Torten)
  • Biohof Ganter, Zellertal-Harxheim (Chutneys, Marmeladen)
  • Bliesgau Ölmühle, Bliesransbach (Senf, Leindotteröl, Hanföl, Mohnöl, Nudeln)
  • CookCulture UG, Solingen (Messerverkauf und -schärfen)
  • Die kleine Brennerei am Donnersberg, Winnweiler (Brände, Liköre)
  • Forellenzucht Schneider, Katzweiler (Fisch)
  • GenussLab UG, Altlußheim (Obstessige)
  • Hoflädchen Ochsenschläger, Biblis-Wattenheim (Kartoffeln, Chutneys etc.)
  • Hofladen Heeger, Breunigweiler (Fleisch/Wurst aus der Region)
  • Honigmann Oliver Zelt, Albisheim (Honig, Marmelade etc.)
  • Kaffeerösterei Weidmann, Kirchheimbolanden (Kaffee)
  • Kochhandwerk Karsten Bessai, Kerzenheim-Rosenthal (Catering)
  • Rosenthaler Braubrüder, Rosenthal (Bier)
  • Seelen Futter Manufactur, Osthofen (Mediterrane Speisen)
  • Stephans Chili-Schmiede, Kaiserslautern (Chili-Produkte, Chilisalze) 
  • Weierhöfer Gartengemüse, Weierhof (Gemüse)
  • Wildzerlegebetrieb Bernd Balder, Medard (Wild)

Generationenwechsel im Schlossgut Diel: Winzerin Caroline Diel steht jetzt allein am Ruder des VPD Weingutes

Armin und Caroline Diel vom Schlossgut Diel.


06|08|2019   Jetzt ist sie alleinige Schloss(gut)herrin, ganz offiziell und ohne Wenn und Aber. Nach mehrjähriger Übergangszeit hat Armin Diel das Schlossgut Diel in Burg Layen an der Nahe vor kurzem vollständig an seine Tochter Caroline Diel übertragen.

Selbstbewusst ist sie, ja, kapriziös keineswegs. In Arbeitsmontur mit „Team-T-Shirt“ und festem Schuhwerk begrüßt Caroline Diel die Presse am frühen Vormittag zum Gespräch. „Ich steh‘ jeden morgen ab 6 Uhr mit dem Team im Weinberg“, erzählt die 39-Jährige, für die es undenkbar ist, Wein zu erzeugen, ohne die Weinberge und deren (aktuellen) Befindlichkeiten bis ins kleinste Detail aus dem Effeff zu kennen. „Das ist schon ein Unterschied zu mir. Ich bin ja nur in die Weinberge gekommen, wenn es dort Pressefotos zu machen gab“, wirft Armin Diel mit einem Schmunzeln ein.

Radikaler Schnitt: Armin Diel räumt im Schlossgut auf


Ganz ernst zu nehmen ist das tatsächlich nicht, denn der 65-Jährige wird seine Weinberge schon etwas besser als nur flüchtig gekannt haben. Ansonsten wäre es auch kaum möglich gewesen, dass der „Quereinsteiger“, der eigentlich Jurist werden wollte, das väterliche Weingut zu solchen Höhen führte. Sein zweitältester Sohn soll in Geisenheim Weinbau studieren und dann später das seit 1802 im Familienbesitz befindliche Gut übernehmen, so lautet der Wunsch des Vaters Dr. Ingo Diel (1924-2008). Doch Armin Diel wünscht sich das nicht. Er zieht nach Münster in die Heimatstadt seiner Frau Monika, die er 1979 heiratet, und nimmt ein Jurastudium auf.

Das Schlossgut Diel in Burg Layen.
Der Turm des Schlossgutes Diel in Burg Layen an der Nahe.


Doch dann gerät das Weingut im fernen Burg Layen in wirtschaftlich unruhiges Fahrwasser und beginnt zu schlingern. Kurz vor seinem ersten Staatsexamen übernimmt der Jurastudent 1987 das Ruder des Betriebes – und er fackelt nicht lang. In einem vom Glykolskandal erschütterten Branchenumfeld krempelt der 34-Jährige das Weingut radikal um. 24 Rebsorten auf zehn Hektar hatte sein Vater anpflanzen lassen, den größten Teil davon lässt Armin Diel aushacken. Alle Flächen mit Neuzüchtungen werden gerodet, für die Neuanlage werden nur klassische Rebsorten wie Riesling sowie weiße und rote Burgunder ausgewählt, die Weine werden (zunächst) ausschließlich trocken ausgebaut. „Ein durchaus waghalsiger Schritt“, wie der 65-Jährige rückblickend einräumt, denn „nach dieser Radikalkur hatten wir nur noch vier Hektar Rebfläche im Ertrag“.

Kurskorrekturen zeigen Wirkung


Doch Zaudern und Zagen ist nicht die Sache des Armin Diel, der – so Diel über Diel – „oft schon die Antwort parat hatte, bevor überhaupt die Frage gestellt wurde“. Dass der kreative Querdenker (und ab und an auch Querkopf), der sich bereits zu Zeiten seines Jurastudiums einen landesweit bekannten Namen als meinungsstarker Gastronomiekritiker erstritt, auf dem richtigen Kurs ist, beweisen die Folgejahre. Unter dem Management des Strategen und Marketingtalentes Armin Diel, der bei der Arbeit im Weingut stets versierte Kellermeister an seiner Seite weiß, blüht das Gut auf und schiebt sich Jahr um Jahr weiter in die Riege der besten deutschen Weinerzeuger vor. Die Betriebsfläche wächst von zehn auf heute 25 Hektar, davon ein großer Teil in Spitzenlagen wie Dorsheimer Goldloch, Burgberg und Pittermännchen.

Dorsheimer Spitzenlage des Schlossgutes Diel.


1989 wird das Gut in den renommierten Verband der deutschen Qualitäts- und Prädikatsweingüter (VDP) aufgenommen, 1993 wird Diel zum Vorsitzenden des VDP Regionalverbandes an der Nahe gewählt. Dort wie auch im VDP Bundesverband wirkt Diel an bedeutenden Projekten und Entwicklungen wie der VDP Lagenklassifikation mit, die nicht nur die Anerkennung des Weinbaugebietes Nahe im In- und Ausland enorm steigern, sondern auch richtungsweisend für den VDP und den Qualitätsweinbau insgesamt sind. Jüngstes Beispiel des Diel’schen Tatendrangs: „Auch die 2018 vom VDP beschlossene Sektklassifikation hat Armin Diel als Mitglied und Vizepräsident des VDP Bundesverbandes maßgeblich mit angestoßen“, lobt Hilke Nagel, Geschäftsführerin des VDP Bundesverbandes. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Sporen, die sich Armin Diel zudem als Weinkritiker verdiente. Zusammen mit Joel Payne bildete er von 1994 bis 2009 das Chefredaktionsduo für die deutsche Ausgabe des „Gault & Millau Wineguide“ und wirkte in dieser Funktion am Aufstieg der deutschen Vorzeige- und Spitzenweingüter mit.

Hilke Nagel, Geschäftsführerin des VDP Bundesverbandes, Armin und Caroline Diel.

Caroline Diel: Heimkehr ins elterliche Gut nach zehn Jahren Wanderschaft


Und nun die Betriebsübergabe, mit der „nun endlich Weinsachverstand in das Familienweingut einzieht“, wie Armin Diel mit Blick auf die Vita seiner Tochter einräumt. Und tatsächlich: Anders als der „Quereinsteiger“ bringt Caroline Diel eine fachliche Ausbildung in Sachen Weinbau mit. Seit 2007 arbeitet die heute 39-Jährige im elterlichen Betrieb mit, zuvor studierte die diplomierte Önologin in Geisenheim und sammelte Praxiserfahrung in einigen der renommiertesten deutschen und internationalen Weinhäusern, so unter anderem bei Robert Weil, Toni Jost, Dr. Deinhard und Hansjörg Rebholz, in Château Pichon-Lalande in Bordeaux, im Champagnerhaus Ruinart in Reims und in der Domaine de la Romanée-Conti in Burgund.

Ihre erste Feuerprobe im elterlichen Weingut erlebt Caroline Diel direkt nach ihrer Heimkehr im Jahr 2006, als es eine witterungsbedingt extrem schwierige Weinlese zu meistern galt. Bereits im Folgejahr wird sie Kommanditistin der Schlossgut Diel KG und übernimmt zusammen mit Kellermeister Christoph Friedrich die Verantwortung für den An-und Ausbau der Weine. Schritt für Schritt erfolgt dann die Betriebsübergabe. 2012 ernennt Armin Diel seine Tochter öffentlich zur Nachfolgerin. 2017 überträgt Armin Diel Weinberge und Grundstücke an seine Tochter. Diese wird zum vollhaftenden Komplementär der KG, während ihr Vater als beschränkt haftender Kommanditist eine Reihe zurücktritt. Mit der Ende Juni 2019 vollständig vollzogenen Abnabelung vom Betrieb (Caroline Diels Ehemann Sylvain übernimmt die Gesellschaftsanteile von Armin Diel, der als Kommanditist ausscheidet) ist die Übergabe des Weingutes nun abgeschlossen. Caroline Diels Bruder Victor kümmert sich bereits seit einigen Jahren um den für das Schlossgut wichtigen Bereich der Exportmärkte.

Winzerin Caroline Diel zusammen mit ihrem Ehemann Sylvain und ihren drei Kindern.
„Ich wollte zunächst möglichst viele verschiedene Weinstile kennenlernen, um meine eigene Weinvision zu finden." Winzerin Caroline Diel zusammen mit ihrem Ehemann Sylvain und ihren drei Kindern.


Das während ihres Studiums und der gut zehnjährigen „Wanderschaft durch die Weinwelt erworbene Wissen und Fingerspitzengefühl nutzt die Winzerin, um in den renommierten Spitzenweinlagen des Gutes die Stellschrauben Jahr für Jahr noch exakter zu stellen. Ihr großes Ziel ist es, die Herkunft, das Terroir in fein ziselierten und trinkanimierenden Weinen zum Klingen zu bringen. Damit dies gelingt, geht die Schlossgut-Herrin auf enge Tuchfühlung mit jedem Weinberg und versucht, jeden Rebstock optimal auf den Standort, die klimatischen Bedingungen und wechselnden Witterungsereignisse einzustellen. „Bei der Arbeit im Weinberg und am Rebstock gehen wir tief ins Detail. Wir arbeiten extrem individuell und versuchen, mit viel Fingerspitzengefühl und harter Arbeit im richtigen Moment das Beste zu tun“, so die Dipl. Ingenieurin für Weinbau und Oenologie. Denn immerwährende Patentrezepte, so die 39-Jährige, gebe es im Weinbau nicht. „13 Weinjahrgänge habe ich bisher auf dem Buckel. Und die haben mich gelehrt, dass kein Jahr wie das zuvor ist. Jedes Jahr lerne ich neu dazu.“

„Unsere Weine waren nie besser als heute!“
Armin Diel über die Kunstfertigkeit seiner Tocher zur Weinbereitung
 

Dass die Nahewinzerin aus Burg Layen das nötige Wissen und Fingerspitzengefühl dafür hat, um zur rechten Zeit die Stellschrauben in die richtige Richtung zu drehen, belegen die Erfolge des Schlossgutes Diel auf dem Markt und in der Weinkritik. So wird Caroline Diel im Jahr 2017 vom „Feinschmecker“ als „Internationale Newcomerin des Jahres“ ausgezeichnet. Auch für Armin Diel, unter dessen Ägide das Schlossgut Diel in die Spitze der besten Weinerzeuger Deutschlands aufrückte, steht fest, dass die Weine des Gutes unter den Händen der 39-Jährigen nochmals an Finesse und Salzigkeit dazugewonnen haben . . . und er beschließt das Pressegespräch mit einem großen Kompliment an seine Tochter: „Unsere Weine waren nie besser als heute!“

Die neue Kelterhalle des Schlossgutes Diel.
Die neue Kelterhalle des Schlossgutes Diel.


Randnotiz: Was nun, Herr Diel?

Das Thema Wein spielt bei Armin Diel auch nach der Übergabe des Schlossgutes an seine Tochter eine große Rolle. So veranstaltet der 65-jährige geführte kulinarische Weinreisen in die berühmtesten Weinregionen Europas. Fort führt er auch seine journalistische Tätigkeit als Autor des FINE Weinmagazins, aber künftig soll es noch mehr Berichte aus der Feder des versierten Wein- und Gastronomie-Journalisten Diel zu lesen geben, und zwar speziell online. „Die Arbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung. In Kürze wird mein Blog online gehen, in dem ich verstärkt Texte veröffentlichen werde“, kündigte Armin Diel an.

A new grill-baby is in da house! [Plus Rezept für Nektarinen-Tarte vom Grill]

Flambierte Nektarinen-Tarte vom Grill


30|07|2019   Über drei Jahrzehnte hatte unsere kleine schwarze "Emma" (so lautet in Anlehnung an die Lok von Lukas dem Lokomotivführer der Name für unseren "Go-Anywhere" Koffergrill von Weber) bei uns das alleinige Grillregiment inne, nun ist's vorbei damit. Seit vergangener Woche ist "a new grill-baby in da house", und zwar der TravelQ PRO 285 von Napoleon.

Etwas größer als unsere alte "Emma" (wodurch auch 4 Personen leichter zu begrillen sind) ist der TravelQ und auch deutlich schwerer, ja, aber immer noch sehr gut zu transportieren und fürs Traveln (also die Mitnahme im Auto) geeignet. So mag ich das! Zudem werden die zwei getrennt regelbaren Brenner mit Gas betrieben, was für Reisen in südliche Länder von Vorteil ist. Auf dortigen Zeltplätzen ist das Betreiben von Kohlegrills nämlich wegen der Brandgefahr inzwischen fast überall verboten.

Brot und Steak vom Grill.


Falafelbällche, Rib-Eye-Steak, Brot und Nektarinen-Tarte vom Grill 


Vor einigen Tagen fand das Einweihungsgrillen statt und unser TravelQ durfte sein Können mehrfach unter Beweis stellen: beim Grillen von Falafelbällchen (die zusammen mit Griechischem Bauernsalat serviert wurden), Maiskolben, Rib-Eye- und Flat Iron-Steaks und auch beim Zubereiten von Oliven-Hefebrot und Nektarinen-Tarte (die mit Mirabellenwasser flambiert und zusammen mit Eis verputzt wurde). Und was soll ich sagen: Hat alles bestens geklappt - nur so schöne Rauchwölkchen wie unsere alte "Emma", die  stößt der TravelQ leider nicht aus. Übrigens: Ein neuer persönlicher Namen anstatt des TravelQ PRO 285 muss auch noch her. Hat jemand gute Vorschläge?

Falafelbällchen vom Grill mit griechischem Bauernsalat.
Falafelbällchenvom Grill mit Griechischem Bauernsalat.


Zum Nachahmen füge ich gleich noch schnell das Rezept für die Nektarinen-Tarte vom Grill an. Das Rezept ist eine kleine Variante der Plaumentarte aus dem sehr empfehlenswerten Grillbuch "Süß Grillen" von Manuel Weyer, dem ich hier im Blog bereits die Buchbesprechung
Süß grillen - das Grillbuch von Manuel Weyer für alle Zuckerschnuten und Leckermäuler gewidmet habe. 


Rezept für flambierte Nektarinen-Tarte vom Grill

 

Flambierte Nektarinen-Tarte vom Grill.
Schwarzwälder Mirabellenwasser eignet sich bestens zum Flambieren der Nektarinen-Tarte.


ZUTATEN  |  für ein Tarteform 26 cm Ø

Für den Teig:

  • 12 g frische Hefe
  • 80 g Zucker, mit Vanille aromatisiert
  • 80 ml lauwarme Milch
  • 170 g Mehl
  • 1 Ei
  • 50 g weiche Butter


Für die Füllung:

  • 4 große und feste Nektarinen
  • Butter (zimmerwarm) zum Fetten der Form
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 Msp. Zimt
  • 2–3 EL Mirabellenbrand (oder anderen Gelbfruchtschnaps) zum Flambieren


ZUBEREITUNG  | ca. 60 Min. inkl. Teiggehzeit

  1. Für den Teig die zerbröckelte Hefe und den Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl, das Ei und die Butter dazu geben und zu einem glatten und weichen Teig verkneten. Den Teig zugedeckt 25–30 Minuten gehen lassen. (Sollte Dir der Teig sehr weich vorkommen, keine Sorge, das soll so sein, denn so legt es sich später geschmeidig um die Nektarinenstücke herum.)
  2. Für den Belag die Nektarinen, waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Eine feuerfeste Tarte-Form einfetten und mit Backpapier bis zum Rand auslegen, das Backpapier mit Butter einpinseln. Alles mit braunem Zucker (Rohrohrzucker) ausstreuen. Die Nektarinen-Spalten dachziegelartig in die Form legen und mit Zimt bestreuen. Den Hefeteig über die Spalten gießen und gleichmäßig verteilen.
  3. Den Grill (mit Deckel) auf etwa 180 Grad (direkte Hitze) vorheißen. Die Tarte zunächst bei direkter Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 10 Min. grillen. Anschließend bei indirekter Hitze mit geschlossenem Deckel in 10–15 Minuten fertig grillen.
  4. Die Tarte vorsichtig stürzen und das Backpapier entfernen und etwas abkühlen lassen. Den Mirabellenbrand in einem kleinen Topf erwärmen und mit einem Streichholz entzünden, so dass der Alkohol zum Teil abflämmt. Dann die Tarte mit dem Mirabellenwasser gleichmäßig beträufeln.
Die Tarte noch leicht warm servieren. Dazu passt sehr gut eine Kugel Eis, z. B. Vanilleeis. Wer mag, kann die Tartestücke kurz vor dem servieren auch noch mit etwas Puderzucker bestäuben.


Transportabler Gasgrill TravelQ 285 Pro von Napoleon.
Der transportable Gasgrill TravelQ 285 Pro von Napoleon beim Angrillen 2019.

Neuer Name, neue Weine, neue Etiketten: das Weingut Disibodenberg (ehem. Weingut Klostermühle Odernheim)

Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.


27|07|2019   Wenn Raider plötzlich Twix heißt, dann kann das schon ganz schön irritieren. So war’s 1991, als mit dem Werbeslogan "Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix!" der beliebteste Schokoriegel der Deutschen einfach umbenannt wurde. Einen fest etablierten Markennamen von heut‘ auf morgen zu ändern, ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Stell‘ Dir einfach mal vor, was passieren würde, wenn Mercedes-Benz sich plötzlich Clementine-Benz nennen würde. Genau! Das Publikumsecho auf so eine Veränderung ist mit Sicherheit ebenso groß wie das Urteil darüber höchst zwiegespalten. Um ein Wagnis dieser Art einzugehen, braucht es also schon gute und gewichtige Gründe, und genau die können die Besitzer des Weingutes Klostermühle Odernheim in die Waagschale werfen. Pardon! Des ehemaligen Weingutes Klostermühle Odernheim, denn der im Weinanbaugebiet Nahe beheimatete Traditionsbetrieb heißt seit neuestem Weingut Disibodenberg.


Weingut Klostermühle Odernheim wird zum Weingut Disibodenberg


Die Spitzenlage Kloster Disibodenberg vom Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
Die renommierte Spitzenlage Kloster Disibodenberg.  Foto: Weingut Disibodenberg


„Entsprechende Überlegungen gab es schon länger. Durch den Wandel im Betrieb in den vergangenen Monaten wurde uns dann klar: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, unseren Namen zu ändern“, erläutert Prof. Christian Held, persönlich haftender Gesellschfter der Weingut Disibodenberg KG, den Dreh- und Angelpunkt dieser Entscheidung: Im vergangenen Jahr erwarb das Gut auf einen Schlag neun Hektar Rebfläche des ehemaligen Weingutes von Racknitz in der renommierten Spitzenlage Kloster Disibodenberg. Mit seiner Adresse „Am Disibodenberg 1“ liegt das Weingut nicht nur direkt zu Füßen des uralten Weinberges „Kloster Disibodenberg“, es bewirtschaftet mit rund 9,5 Hektar Rebfläche nun 95 Prozent dieser monumentalen Steillage, die nicht nur zu den ältesten Weinbergen der Welt und besten Rieslinglagen Deutschlands zählt, sondern auch von großer kulturgeschichtlicher Bedeutung ist.

An den Südhängen des Disibodenbergs, auf dessen Plateau die Heilige Hildegard von Bingen zu Beginn des 12. Jahrhunderts mehr als 40 Jahre lang im Kloster lebte und ihre Hauptwerke verfasste, werden seit dem frühen Mittelalter Weintrauben kultiviert. Die Weinlage „Odernheimer Kloster Disibodenberg“ zählt in der Fachliteratur zu den „großen deutschen Terroirs“ (Vinum) und „wertvollsten Weinbergen an der Nahe“ (Gault&Millau). Die beeindruckende Steil- und Steilstlage befindet sich nun fast im Alleinbesitz des Weingutes Disibodenberg, ein triftiger Grund also, den bisherigen Namen Klostermühle hinter sich zu lassen und in Disibodenberg umzutaufen.

Christian Held vom Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
Prof. Christian Held (2. v. r.), persönlich haftender Gesellschafter des Weingutes Disibodenberg.


„Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir mit der Pflege und dem Erhalt dieser erstklassigen Riesling-Lage an einem der ältesten Weinberge Deutschlands übernommen haben. Für unser Haus ist das eine große önologische, aber auch betriebswirtschaftliche Herausforderung mit kulturgeschichtlicher Dimension“, betont Held die gewichtige und tiefgreifende Dimension, die mit dem Erwerb der Rebfläche in der Spitzenlage Kloster Disibodenberg verbunden ist.


Weingut Disibodenberg: Riesling holt zu den Burgundern mächtig auf


Die önologische und betriebswirtschaftliche Herausforderung, die sich aus dem Neuerwerb gestellt ist, lässt sich sehr gut mittels einiger Zahlen belegen. Mit dem Kauf der neun Hektar im Disibodenberg hat das Odernheimer Weingut nicht nur seine Rebfläche von 13,5 auf circa 24 Hektar (davon stehen rund 20 im Ertrag) auf einen Schlag fast verdoppelt, auch der Rebsortenspiegel hat sich gravierend verändert.

"Mit dem Odernheimer Kloster Disibodenberg ist uns ein sehr bedeutender Riesling-Weinberg anvertraut, bei dem es eine Lebensaufgabe sein wird, das volle Potenzial zu heben und zur Entfaltung zu bringen."

Das Weingut ist seit jeher mit Fug und Recht zu den Burgunder-Schwergewichten im sonst vom Riesling dominierten Weinbaugebiet Nahe zu zählen. Bisher bewirtschaftete Kellermeister Thomas Zenz bereits die größte Pinot-Noir Fläche an der Nahe und verfügt mit dem Weinberg Montfort (5,5 Hektar im Alleinbesitz) sowie am Kapellenberg (rund 10 Hektar) über erstklassige Weinberge für rote und auch weiße Burgunderrebsorten. „Rund 80 Prozent aller in die Flaschen gebrachten Weine stammten bei uns bislang von Burgundersorten. Das wird sich nun deutlich ändern“, so Zenz. Mit dem Kauf der Rebfläche im Disibodenberg schoss die Rebfläche auf nun rund zehn Hektar. „Mit rund 50 Prozent Anteil steht der Riesling nun gleichgewichtig und auf Augenhöhe neben den Burgundersorten“, so der gebürtige Moselaner.

Kellermeister Thomas Zenz ist im Weingut Disibodenberg auch Herr über etliche Barriquefässer, in denen rote und weiße Burgunder reifen.
Kellermeister Thomas Zenz ist Herr über etliche Barriquefässer, in denen rote und weiße Burgunder reifen.


„Wir werden uns weiterhin mit ganzem Herzblut unseren Burgundern widmen“, versichert vor dem Hintergrund dieser fundamentalen Veränderung Thomas Zenz. „Zusätzlich wurde uns nun aber auch ein sehr bedeutender Riesling-Weinberg anvertraut, bei dem es eine Lebensaufgabe sein wird, das volle Potenzial zu heben und zur Entfaltung zu bringen“, so der 49-Jährige, der seit über zwei Jahrzehnten als Kellermeister im Weingut Disibodenberg in der Verantwortung steht. „Um dieser zusätzlichen Verantwortung gerecht zu werden, haben wir das Team des Weingutes durch den jungen Diplom-Önologen Magnus Blätz verstärkt“, fügt Held hinzu.

Weine vom Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
Mit neu gestalteten Etiketten geht der Jahrgang 2018 im Weingut Disibodenberg ins Rennen.


Einige neue Weine und neue Etiketten für alle


Wenn schon, denn schon: Parallel zur Umfirmierung des Gutes führt das Weingut Disbodenberg auch neue Etiketten ein, die nun nach und nach auf allen neu in den Verkauf kommenden Flaschen erscheinen werden. Zu sehen sind die neuen Etiketten bereits auf einigen Gutsweinen, so auch auf dem ganz neu eingeführten „Dizzy Beau“, einem feingliedrigen Riesling Kabinett mit Restsüße, oder dem „Rosa“, einem trocken Spätburgunder-Weißherbst mit verspielter Frucht. Beim Riesling sowie Grau- und Weißburgunder Gutswein trocken prangen nun ein großes R, G beziehungsweise W und die letzten beiden Ziffern der Jahrgangszahl (also z. B. beim Grauburgunder ein G' 18 - siehe Foto oben) auf den verschiedenfarbigen Etikett.

Riesling vom Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
Von weiß zu schwarz wechselt die Hintergrundfarbe der Etiketten bei den Lagenweinen des Gutes.


Umgesetzt wird mit den neuen Etiketten auch eine farbliche Gliederung/Codierung des Sortimentes. Während die Gutsweine je nach Rebsorte auf dem Etikett eine andere Hintergrundfarbe erhalten, ist die Grundfläche der Etiketten für die Lagenweine von Montfort, Kapellenberg, Langenberg und Disibodenberg schwarz. Deutlich gegliedert präsentiert sich laut Kellermeister Zenz die Zuordnung von Lagen und Rebsorten. Ausschließlich vom Disibodenberg stammt der Riesling des Gutes, der Grau- und Frühburgunder vom Kapellenberg, Weißburgunder und Chardonnay vom Montfort. Die Spätburgunder-Lagenweine stammen vom Montfort, Kapellenberg und Langenberg.

Übrigens: Wer die aktuelle Weinkollektion des Gutes Disibodenberg im Detail kennen lernen möchte, der hat dazu bei der Jahrgangspräsentation am Sonntag, 8. September, 12 bis 17 Uhr (Eintritt 5 Euro) eine gute Gelegenheit. Ab 19 Uhr wird zudem im Meisenheimer Hof eine Küchenparty mit Weinen des Gutes gefeiert.


"Top Gun"-Komponist arrangiert Melody-Grauburgunder-Cuvée


Neu aufgelegt wurde zudem ein Weinprojekt in Zusammenarbeit mit Weinkenner Harold Faltermeyer, der als international tätiger Filmmusik-Komponist unter anderem die Titelmelodie für den Film "Beverly Hills Cop" und das Musikthema für den Kinohit "Top Gun" schrieb. Zusammen mit dem Weingut Disibodenberg „komponierte“ der neben Hans Zimmer berühmteste deutsche Filmmusikmacher den Wein „Melody“, eine trockene Cuvée aus sechs verschiedenen teils in Edelstahl- und teils in Eichenfässern ausgebauten Grauburgundern des Odernheimer Gutes. Noch „in Arbeit“ ist, wie Kellermeister Zenz verrät, ein weiteres Gemeinschaftsprojekt mit dem Komponisten, und zwar ein Sauvignon blanc, für den das Gut ein Weinberg neu bestockt hat und der voraussichtlich 2021 eine erste kleine Ernte ermöglichen wird.


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Randnotizen

Disibodenberg 

An den Südhängen des Disibodenbergs, auf dessen Plateau die heilige Hildegard von Bingen mehr als 40 Jahre lang lebte und wirkte, wurden schon im Mittelalter Weintrauben kultiviert. Der Boden der ganz nach Süden ausgerichteten Steillage „Odernheimer Kloster Disibodenberg“ besteht aus Tonschiefer und Sandstein. Das Weingut Disibodenberg besitzt und bewirtschaftet das Herzstück des Südhanges, in dem auch das weithin sichtbare Weinbergshäuschen steht, das 1811 errichtet wurde. Dieses dient auch als Wahrzeichen des Gutes.

Die Spitzenlage Kloster Disibodenberg vom Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
In der Lage Kloster Disibodenberg liegt auch das Weinbergshäuschen, das als Wahrzeichen des Gutes dient.  Foto: Weingut Disibodenberg


Der Boden der ganz nach Süden ausgerichteten Steillage „Odernheimer Kloster Disibodenberg“besteht aus Tonschiefer und Sandstein. Das Alter der Reben im der rund neun Hektar großen und komplett terrassierten Rebfläche des Weingutes Disibodenberg liegt zwischen 40 und 70 Jahren. Rund 1,5 Hektar der Reben stehen in der Umkehrerziehung, der Rest in klassischer Drahtrahmenerziehung.

Historie

Das Weingut Disibodenberg liegt in der Gemeinde Odernheim im Weinbaugebiet Nahe am Fuße des Disibodenberges, der an drei Seiten von den Flüssen Nahe und Glan umflossen wird. Auf der Bergkuppe ist die Ruine des ehemaligen Klosters Disibodenberg zu finden, dessen Ursprung bis in das 7. Jahrhundert zurückgeht. Der irische Mönch Disibod soll hier seinen Wanderstab in die Erde gesteckt haben. Der Sage nach begann der Stab daraufhin als Rebstock zu sprießen, für Disibod ein göttliches Zeichen, auf dem Berg auch Wurzeln zu schlagen. Berühmteste Bewohnerin des Berges ist die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179), die von 1106 und 1147 im Kloster Disobodenberg lebte und hier ihr bedeutendstes Werk „Scivias“ verfasste.

Mönche der Benediktiner und später der Zisterzienser brachten den Weinbau um den Disibodenberg zur Blüte. Die Klostermühle, die bis 2018 namensgebend für das heutige Weingut Disibodenberg war, besteht bereits seit über 1000 Jahren. Im Mittelalter gehörte die Klostermühle als Wirtschaftshof zum Kloster. Nach der Säkularisierung in der Reformationszeit übernahmen zunächst die Landesherren, die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, Mühle und Weinbau. Seit dem 18. Jahrhundert wurden Mühle und Weinbau durch die Familie Schmidt betrieben, und dies über acht Generationen. In den 1960er-Jahren schufen Gerhard und Eugen Schmidt ein Burgunderweingut, sie erweiterten die Rebfläche unter anderem durch die im Alleinbesitz befindliche fünf Hektar große Lage Montfort und bauten 1970 ein neues Betriebsgebäude.

Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.
Direkt zu Füßen der uralten Spitzenlage liegt das Weingut Disibodenberg.


Diese Konzentration auf Burgunderrebsorten war damals ein für die Nahe ungewöhnlicher Schritt. In der Region gaben andere weiße Rebsorten, speziell der Riesling, den Ton an, und Spätburgunder stand in den 1960/1970er Jahren noch nicht einmal auf der Liste der für die Region zugelassenen Rebsorten. Unter Leitung von Fritz Ritter, dem damaligen Leiter des Instituts für Weinbau in Geisenheim, wurde von Familie Schmidt deshalb eine Versuchsanlage mit verschiedenen Spätburgunderklonen angelegt. Diese Fläche am Weinberg Montfort ist noch heute die älteste und größte Anbaulage für Burgunder an der Nahe

1982 vernichtete ein Feuer die Produktionsstätte in der alten Schmidt’schen Ölmühle, sie wird verkauft. Anfang der 1990er Jahre bietet Gerhard Schmidt das Weingut zum Verkauf an. Es wird im Jahr 1992 von Dr. Peter Becker und Christian Held erworben, die den Betrieb anschließend erheblich erweitern, die Sektproduktion begründen und mithilfe des gebürtigen Moselaners Thomas Zenz (Dipl.-Ing. Weinbau) die Qualität der Weine weiterentwickelten. Im Jahr 2009 erfolgt eine grundlegende Neuordnung: Dr. Peter Becker scheidet als Gesellschafter aus, Kellermeister und Betriebsleiter Thomas Zenz wird Gesellschafter und weiterer Geschäftsführer. Das Weingut wird heute in Form einer KG durch die geschäftsführenden Gesellschafter Christian Held und Thomas Zenz geleitet. Ebenfalls seit 2009 findet der Vertrieb der Weine im „Boos von Waldeckscher Hof“ in Meisenheim statt. Im denkmalgeschützten Adelshof ist auch die von Zenz geleitete Boos von Waldecksche Hofbrennerei untergebracht, in der Obst- und Tresterbrände erzeugt werden.

2018 erfolgte eine Generalsanierung des Weinguts, bei der unter anderem durch Investitionen im Keller die Produktionsbedingungen des Betriebes optimiert wurden. In enger persönlicher und geschäftlicher Verbindung mit dem Weingut Disibodenberg steht außerdem das Weinhotel und Restaurant Meisenheimer Hof, das dem „Boos von Waldeckscher Hof“ in der Obergasse in Meisenheim direkt gegenüberliegt.

Barriquefässer im Weingut Disibodenberg in Odernheim an der Nahe.

Fotos soweit nicht anders gekennzeichnet: Moderne Topfologie

Der 10. Internationaler Preis des Silvaner Forums 2019 geht an . . .

Die Sieger des 10. Internationalen Preis des Silvaner Forums 2019.

23|07|2019   Wer produziert den besten Silvaner und gewinnt die Goldenen Rebschere 2019? Fast 400 Weine aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Ungarn nahmen am europäischen Kräftemessen um den besten Silvaner beim 10. Internationalen Preis des Silvaner Forums 2019 teil. Nach der Verkostung durch eine Jury aus 44 Sommeliers, Winzern, Weinhändlern und Weinfachjournalisten kürte das Silvaner Forum nun die Sieger der sechs Kategorien.

10. Internationaler Preis des Silvaner Forums - das sind die Sieger


In der Kategorie „Basic“, in der nur Silvaner des Jahrgangs 2018 antreten durften, gab es gleich zwei erste Plätze. Das Weingut Clemens aus Sulzheim in Rheinhessen und das Weingut Höfling aus Eußenheim in Franken teilen sich den ersten Platz. Beide Weingüter konnten mit einem im Edelstahl ausgebauten Grünen Silvaner den Sieg erringen.
Mit dem Sieg in der Kategorie „Premium“ stellt ein Gewinner des Bayerischen Staatsehrenpreises 2018 erneut seine Weinkönnen unter Beweis: Das Weingut Manfred Braun aus Nordheim am Main gewann bei den hochwertigen, kraftvollen Silvanern mit einer 2018er Spätlese vom Nordheimer Vögelein.
Als besten Silvaner der Kategorie „Solitär“, die individuelle, herausfordernde Silvaner beinhaltet, wählte die Jury den in Edelstahl und Holz ausgebauten 2012er "Aussteiger" von Thomas Plackner aus Veitshöchheim. Für den besten edelsüßen Wein in der Kategorie „Nobel“ erhält das fränkische Weingut Juliusspital Würzburg die Goldene Rebschere 2019 für eine 2011er Trockenbeerenauslese.
Das Weingut Brügel aus Castell-Greuth (Franken) gewann die „Kategorie „Gereift“ mit einem 2008 Silvaner Greuther Bastel Spätlese aus dem Holzfass.
Der Sonderpreis International ging nach Südtirol: Die Stiftskellerei Neustift aus Vahrn überzeugte die Jury mit einem 2018er Silvaner vom Eisacktal.

Die Goldenen Rebscheren für die Gewinner des Internationalen Preis des Silvaner Forums 2019.
Die Goldenen Rebscheren für die Gewinner des Internationalen Preis des Silvaner Forums 2019.


Die Sieger im Überblick:

Kategorie 1: Basic
leichte, frische Silvaner mit max. 12,5% vol. Gesamtalkohol. Das Geschmacksprofil ist trocken. Nur Silvaner des Jahrganges 2018.
  • 2018 Grüner Silvaner Qualitätswein trocken - Weingut Höfling, Eußenheim - Franken
  • 2018 Sulzheimer Schildberg Grüner Silvaner Qualitätswein trocken - Weingut Clemens, Sulzheim - Rheinhessen

Kategorie 2: Premium
hochwertige, kraftvolle Silvaner. Das Geschmacksprofil ist trocken (Säure +2/max. 9 g/l Restzucker). Keine Jahrgangsbeschränkung.
  • 2018 Nordheimer Vögelein Silvaner Spätlese trocken - Weingut Manfred Braun, Nordheim am Main - Franken

Kategorie 3: Solitär
Individuelle, herausfordernde Silvaner, inkl. extremer Weinstile. Das Geschmacksprofil ist trocken. Keine Jahrgangsbeschränkung.
  • 2012 "Aussteiger" Silvaner Qualitätswein trocken - Plackner-Wein, Veitshöchheim - Franken

Kategorie 4: Nobel
Edelsüße Silvaner-Dessertweine. Keine Jahrgangsbeschränkung.
  • 2011 Silvaner Trockenbeerenauslese - Weingut Juliusspital Würzburg - Franken

Kategorie 5: Gereift
Gereifte Silvaner der Jahrgänge 2009 und älter. Das Geschmacksprofil ist trocken.
  • 2008 Greuther Bastel Silvaner Spätlese - Weingut Brügel, Castell-Greuth - Franken

International: Bester ausländischer Silvaner
  • 2018 Eisacktal Sylvaner Qualitätswein - Stiftskellerei Neustift, Vahrn - Südtirol

Randnotiz

Das Silvaner Forum mit Sitz in Alzey fördert seit seiner Gründung im Juli 1998 die Profilierung des Silvaners. Als Mittler zwischen Weinwirtschaft, Weinwissenschaft, Handel, Gastronomie, Medien und Verbrauchern stärkt es die Rolle des Silvaners als Weißwein mit hohem qualitativem Anspruch. Der Verein versteht sich als überregionale Initiative für den Silvaner. Mit dem Internationalen Preis des Silvaner Forums stellt der Verein die Rebsorte Silvaner und deren ausgezeichneten Weine in den Fokus und zeigt die vielfältigen Genussanlässe des Silvaners auf.

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Quelle: Fränkischer Weinbauverband e.V.
Fotos: Foto: Rudi Merkl

Zitterblümchen & Co.: Kräuter & Gewürze – das große Lexikon von Lothar Bendel [HEIMATKÜCHE - Serie Teil 16]

Koch, Küchenmeister und Kochbuchautor Lothar Bendel aus Roxheim an der Nahe.


17|07|2019   Umfangreicher, schöner und noch informativer als die vorhergehende Version ist es geworden, die Neuauflage des Buches "Kräuter & Gewürze – Das große Lexikon" von Koch und Küchenmeister Lothar Bendel aus Roxheim an der Nahe.


„Die wichtigsten Kräuter und Gewürze kennen wir alle. Doch ihre tatsächliche Vielfalt, der faszinierende Reichtum ihrer Verwendungsmöglichkeiten und die zahlreichen Tricks und Tipps der Profis sind für den Laien nicht immer einsehbar“, heißt es auf dem Klappentext der Neuauflage von Kräuter & Gewürze – Das große Lexikon* von Lothar Bendel. Und da ist etwas dran, denn oftmals geht auch beim kreativen Kochen der Mut zum Würzen nicht über Salz und Pfeffer, Curry und Paprika hinaus. Dank des kompakten, kompetenten und unterhaltsam zusammengestellten Lexikons des in Roxheim lebenden Bendel, der als Küchenchef und -meister im In- und Ausland jahrelange Erfahrung sammeln konnte, kann man auch als Kochlaie mutig sein und pfiffige und wohlschmeckende Gerichte kreieren. Oder einfach Interessantes und Informatives über Kräuter und Co. erfahren. Ob Kochen nun zu den eigenen Hobbys zählt oder nicht – langweilig wird es mit dem umfangreichen Lexikon Bendels jedenfalls nicht.


Schöner, informativer, umfangreicher: „Kräuter & Gewürze – Das große Lexikon“


„Ich freu mich, dass es so gelungen ist“, strahlt der Autor und blättert lächelnd durch sein Werk. Immer wieder findet er Seiten, die er unbedingt noch mal zeigen muss – sei es wegen der gelungenen Bilder oder auch, um den Aufbau und Details des Buches zu erklären. Beispiel Lavendel: Es beginnt mit dem wissenschaftlichen Begriff, dem lateinischen Namen „Lavandula officinalis“, mit dabei auch die Bezeichnungen in anderen Ländern wie Island: „Lofnarblóm“. Dann folgen die Synonyme wie zum Beispiel Zitterblümchen oder Muttergotteskraut. Es folgen Informationen zu Herkunft und Geschichtliche, vom ursprünglichen Heimatland der Kräuter und Gewürze bis hin zur heutigen Verwendung. Das Aussehen, der Geschmack und der Geruch dürfen in Bendels Lexikon natürlich auch nicht fehlen. Wie auch die engeren Verwandten, die ebenfalls im Buch aufgeführt werden. Bendel recherchiert bis in kleinest Detai: „Es ist wie ein Wahn – man wird verrückt, wenn irgendwas fehlt“, gesteht er lachend ein.

In den Küchen der Welt bewandert, aber trotzdem ein Verfechter der Heimatküche: Koch und Buchautor Lothar Bendel.
In den Küchen der Welt bewandert, aber trotzdem ein Verfechter der Heimatküche: Koch und Kochbuchautor Lothar Bendel aus Roxheim an der Nahe.


„Kennen Sie Lavendeleis?“, fragt Bendel plötzlich. Die Zubereitung zu diesem außergewöhnlichen Eis findet sich ebenso im Buch wie Angaben zu den Hauptinhaltsstoffen und der volksmedizinischen Bedeutung. Und auch Tipps sind mit am Start und bilden den krönenden Abschluss eines jeden Krautes oder Gewürzes, so beim Lavendel zu dessen Ameisenschreck-Fähigkeiten. Offensichtlich gilt die Ameise nicht gerade als größter Fan des Lavendel. Im Buch des Roxheimers nachzulesen ist, was zu tun ist, um eine nicht erwünschte Ameisenstraße im Haus wieder in den Garten umzuleiten. Übrigens: In der Blumensprache bedeute ein Lavendelsträußchen: „Ich erinnere mich liebend gerne an dich!«

Einst jüngster Chef-Saucier des Hilton-Konzerns


Auch Lothar Bendel erinnert sich gerne zurück. Der Autor und Koch war jüngster Chef-Saucier des Hilton-Konzerns in Amsterdam – mit gerade mal 23 Jahren. Als sich jedoch Nachwuchs ankündigte, suchte sich Bendel in Deutschland Arbeit. „Ich habe mich ganz frech als jüngster Küchenchef beworben“, erzählt der Roxheimer. Der Plan ging auf, und in den folgenden Jahren war Bendel in verschiedenen Küchen tätig. In seinen Lehrjahren las der heutige Autor selbst etliche Kochbücher, die ihn inhaltlich jedoch nicht immer zufrieden stellten. Ihm war klar: „Ich muss das anders machen, wenn ich groß bin.“ Anfangs habe er noch alle Ideen, Eingebungen und neu erhaschte Synonyme in Kartons gesammelt, bis sein Sohn ihm sagte: „Du musst das ordnen, damit es einen Sinn gibt.“ So haben sich die Ansammlungen immer mehr zu einem Buch geformt.

Eine der größten Kochbuchsammlungen des Landes


Bendel selbst beherbergt übrigens eine der größten Kochbuch-Sammlungen Deutschlands. Sein größter Schatz ist ein Buch in Französisch, der Küchenfachsprache, vom französischen Meisterkoch Auguste Escoffier. Inzwischen ist es auch umgekehrt und Büchen von ihm, Lothar Bendel aus Roxheim, liegen bei den Leuten. »Neu ist das große Lexikon der Kräuter und Gewürze zwar nicht, aber eine Neuauflage, die farblich illustriert die Texte und die Synonyme-Sammlung hervorragend ergänzt«, so der Roxheimer. „Es ist viel umfangreicher, schöner und besser als die vorige Version“, resümiert Bendel.

„Man muss schon ein wenig verrückt sein, um so was zu machen.“

Die Synonyme seien übrigens immer ein ganz besonderer Fall. Hier muss Bendel immer noch mal genau schauen, denn so mancher Lektor beißt sich daran die Zähne aus. „Es gibt etliche Namen für Kräuter und Gewürze, die in der Rechtschreibung nicht auftauchen“, erklärt Bendel. Kurz: Änderungen müssen gut recherchiert sein und sind Chefsache. Bendel war aber schon immer der Inhalt am wichtigsten. „Dass die Orange orange ist und Vitamin C hat, ist mir zu wenig. Ich will mehr wissen“, betont er.
„Man muss schon ein wenig verrückt sein, um so was zu machen“, fügt der Autor schmunzelnd hinzu. Ergänzt werden soll nach dieser aktuellen Neuauflage aber nichts mehr. „Irgendwann muss ja auch mal Schluss sein“, findet Bendel. Stattdessen steht ein neues Projekt bereits in den Startlöchern.

Service & Bezugsquellen
    Lust zum Lesen bekommen? Hier bekommst Du Lothar Bendels Buch Kräuter & Gewürze – Das große Lexikon*.

    Weitere Bücher von Lothar Bendel:

    Heimatküche - die Serie

    Alle Teile der Blog-Serie HEIMATKÜCHE findest Du gesammelt hier.

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    Koch, Küchenmeister und Kochbuchautor Lothar Bendel aus Roxheim an der Nahe.
    Nicht nur in seinem Buch sind Kräuter zu finden, auch im Garten von Lothar Bendel gibt es allerlei Schmackhaftes zu entdecken.
    *Links zu Amazon sind Affiliate-Links
    Text & Fotos: Sonja Flick