Edle Weine & edle Steine: Winzer und Juweliere präsentieren gemeinsam ihre funkelnden Schätze

Die Wein- und Schmuck-Präsentation  "Edle Weine und edle Steine" in Meisenheim an der Nahe.


17|11|2019   Am zweiten Wochenende im Advent funkelt und glitzert es im Boos von Waldeckscher Hof in Meisenheim am Glan ganz besonders hell, und das mit gutem Grund. Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Dezember, findet in den Räumen des alten Adelshofes in der Obergasse 26 zum wiederholten Mal die beliebte Veranstaltung „Edle Weine und edle Steine“ statt, und bei der dürfen sich Besucher buchstäblich auf glanzvolle Stunden freuen. 14 der besten Winzerinnen und Winzer der Nahe werden ihre flüssigen Schätze zum Probieren bereit halten. Begleitend dazu präsentieren namhafte Juweliere und Schmuckgestalter aus der Region „Glanzstücke“ aus ihren Werkstätten. Zusammen werden die Aussteller den gut 800 Jahre alten Adelshof so in eine begehbare Schatzkammer verwandeln, in der Besucher von Raum zu Raum schlendernd eine Fülle von edlen Weinen und edlen Steinen entdecken dürfen.

Impression von der Wein- und Schmuck-Veranstaltung "Edle Weine und edle Steine" an der Nahe.
Rund 70 Weine von 14 namhaften Naheweingütern lassen sich beim Event "Edle Weine und edle Steine" probieren.


Edle Naheweine verkosten

Ein besserer Ort für die Veranstaltung „Edle Weine und edle Steine" lässt sich kaum finden. Als ehemalige Amtsstadt der Wittelsbacher verfügt Meisenheim am Glan über einen äußerst sehenswerten historischen Ortskern mit vielen kleinen Gassen, alten Fachwerkhäusern und prächtigen Adelshöfen – und unter denen ist der Boos von Waldeckscher Hof nochmals ein besonderes Schmuckstück. Am zweiten Wochenende im Advent verwandelt sich der vom Keller bis zur Dachspitze liebevoll restaurierte alte Adelshof in der Obergasse 26 zu einer Schatzkammer für edle Weine und edle Steine. 14 Winzerinnen und Winzer von der Nahe und ausgesuchte Betriebe der Edelstein- und Schmuckbearbeitung wurden vom Meisenheimer Hof eingeladen, um Besuchern am Samstag, 7. Dezember, von 15 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 8. Dezember, von 12 bis 16 Uhr ihre funkelnden Schätze zu präsentieren.

Impression von der Wein- und Schmuck-Veranstaltung "Edle Weine und edle Steine" an der Nahe.


Markus Pape, Geschäftsführer und Küchenchef des Meisenheimer Hofes, ist es auch in diesem Jahr gelungen, einige der besten Naheweingüter aus allen Teilen des Anbaugebietes für die Veranstaltung zu gewinnen. Und so sind folgende 14 Betriebe mit von der Partie:


Dr. Crusius aus Traisen
Disibodenberg aus Oberhausen
Dönnhoff aus Oberhausen
Emmerich-Koebernik aus Waldböckelheim
Emrich-Schönleber aus Monzingen
Gut Hermannsberg aus Niederhausen
Hahnmühle aus Mannweiler-Cölln
Hees aus Auen
Jakob Schneider aus Niederhausen
Kruger-Rumpf aus Münster-Sarmsheim
K.H. Schneider aus Bad Sobernheim
Rohr aus Raumbach
Schott aus Wallhausen
Zwölberich aus Langenlonsheim


Jedes Weingut wird mindestens fünf bis sechs Weine aus seiner aktuellen Kollektion mitbringen, so dass circa 80 verschiedene Gewächse zum Verkosten bereitstehen werden. Für sechs Euro erhalten Besucher am Eingang zur Veranstaltung ein exklusives Weinglas, die Verkostung an den Tischen der Winzer ist dann kostenlos. Besucher dürfen nach Herzenslust probieren, mit den Erzeugern über die Herkunft der edlen Weine plaudern und sich ein Bild von den vielfältigen und facettenreichen Weinen der Nahe machen.

Impression von der Wein- und Schmuck-Veranstaltung "Edle Weine und edle Steine" an der Nahe.


Edle Steine und Schmuckstücke entdecken

Die Weinberge entlang der Nahe mit ihren vielfältigen Böden bieten aber nicht nur beste Voraussetzungen für die Erzeugung von facettenreichen Weinen. Die Nahe ist auch noch für einen weiteren Schatz bekannt. Schon im Mittelalter wurden hier Edelsteine geschürft. In der Folge entwickelten sich Idar-Oberstein und das Umland zu einem Zentrum der Edelsteinverarbeitung, bis heute ist die Stadt am Oberlauf des Flusses eine auch international bekannte Hochburg der Edelsteinverarbeitung und Schmuckgestaltung. Im Boos von Waldeckschen Hof werden deshalb zur Veranstaltung „Edle Weine und edle Steine“ auch edle Steine und Schmuckstücke gezeigt, so unter anderem von folgenden namhaften Edelsteingestaltern und Juwelieren aus der Region:

Adam & Stoffel
Sabine Ammann 


Diese werden ausgewählte Schmuckstücke präsentieren, vom originellen Modeschmuck bis zur edlen Preziöse. Zu entdecken geben wird es zudem ausgefallene Täschchen, Taschen und Rucksäcke aus verschiedenen Materialen von Sybille Kupczyk und Marion Stodden.

Impression von der Wein- und Schmuck-Veranstaltung "Edle Weine und edle Steine" an der Nahe.
Erlesene Weine und erlesener Schmuck lassen sich im Boos von Waldeckscher Hof entdecken.


Edle Weine und edle Steine:

Vorbeikommen, Glas erwerben, rund 70 Weine probieren, Schmuck bewundern und erwerben!


Lust auf einen Besuch bekommen? Dann nichts wie hin! „Edle Weine und edle Steine“ ist am Samstag, 7. Dezember, von 15 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 8. Dezember, von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person, dafür erhält jeder Besucher ein exklusives Probeglas, mit dem die Verkostung aller Weine an den Tischen der Winzer kostenlos ist. „Genießen Sie eine Veranstaltung, die vorweihnachtliche Stimmung mit anregendem Genuss verbindet. Erfreuen Sie sich am Wahren, Schönen, Guten“, freut sich Markus Pape zusammen mit den Winzern und Ausstellern auf viele Besucherinnen und Besucher.

Einen Katalog zur Veranstaltung “Edle Weine und edle Steine 2019” mit Beschreibungen und Fotos von allen teilnehmenden Weingüter sowie Juwelieren und Edelsteingestaltern findest Du hier zum Ansehen und Herunterladen – klicke auf: Edle Weine und edle Steine 2019


Impression von der Wein- und Schmuck-Veranstaltung "Edle Weine und edle Steine" an der Nahe.


Und am Abend: das Gala-Menü der Spitzenwinzer

Als wäre die Veranstaltung „Edle Weine und edle Steine“ nicht schon Grund genug, nach Meisenheim am Glan rund 30 Kilometer südwestlich von Bad Kreuznach zu reisen, bietet Markus Pape dafür am besagten Wochenende noch einen weiteren Anlass. Der Küchenchef und Geschäftsführer des Meisenheimer Hofes hat ergänzend zur Präsentation ein „Gala-Menü der Spitzenwinzer“ konzipiert, das am Samstag, 7. Dezember, ab 19.30 Uhr im Meisenheimer Hof serviert wird. Begleitet wird das „Gala-Menü der Spitzenwinzer“ von Weinen, die Sommelier Andreas Held gemeinsam mit den an der Präsentation beteiligten Nahewinzern ausgesucht hat. Die Winzer werden ihre Weine persönlich vorstellen und zusammen mit den Menü-Teilnehmern die Harmonien und spannenden Wechselspiele zwischen Speise und Wein erkunden.

Markus Pape, Geschäftsführer und Küchenchef des Hotels Meisenheimer Hof.
Markus Pape, Geschäftsführer und Küchenchef des Hotels Meisenheimer Hof.


Einen Platz für das “Gala-Menü der Spitzenwinzer“ sichern

Noch gibt es einige wenige Plätze für das „Gala-Menü der Spitzenwinzer“ im Meisenheimer Hof. Beginn ist am Samstag, 7. Dezember, um 19:30 Uhr. Das 5-Gang-Menü inklusive zehn korrespondierenden Weinen und Selters Mineralwasser kostet 129 Euro pro Person. Weitere Auskünfte und Reservierung: Meisenheimer Hof, Tel. 0 67 53 / 1 23 77 80, E-Mail mail@meisenheimer-hof.de.


Weihnachtsmarkt und Nacht der 1000 Lichter

Übrigens: In der Nacht des Gala-Menüs bietet sich ein Abendspaziergang durch Meisenheim besonders an, denn am Samstag, 7. Dezember, wird dort auch die „Nacht der tausend Lichter“ gefeiert. Die Altstadt des Glanstädtchens wird dann wunderbar illuminiert und zeigt sich in einem ganz besonders festlichen Glanz. Aber auch am Sonntag sei ein Abstecher ins Stadtzentrum empfohlen, denn von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. Dezember, zaubert der Meisenheimer Weihnachtsmarkt „Von Anno Dazumal“ mit zahlreichen nostalgischen Ständen, Buden und Fahrgeschäften weihnachtliches Flair auf die Plätze und in die Gassen der Altstadt. Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Informationen im Internet auf der Website der Werbegemeinschaft Blickpunkt Meisenheim.

Hotel und Restaurant Meisenheimer Hof in Meisemheim am Glan.
Hotel und Restaurant Meisenheimer Hof.


Alle Informationen auf einen Blick


Edle Weine und edle Steine
Wein- und Schmuckpräsentation
Samstag, 7. Dezember, 15 bis 19 Uhr
Sonntag, 8. Dezember, 12 bis 16 Uhr
Eintritt: 6 Euro p. P.
Boos von Waldeckscher Hof
Obergasse 26
55590 Meisenheim


Gala-Menü der Spitzenwinzer
5-Gang-Menü von Chefkoch Markus Pape
inkl. 10 begleitender Naheweine und Selters Mineralwasser
Samstag, 7. Dezember, 19.30 Uhr
129 Euro p. P.
Obergasse 33
55590 Meisenheim
Telefon: 0 67 53 / 1 23 77 80
E-Mail: mail@meisenheimer-hof.de


Historischer Weihnachtsmarkt
"Von Anno Dazumal"
Freitag, 6. Dezember, ab 12 Uhr bis Sonntag, 8. Dezember, 19 Uhr
inkl. Nacht der Tausend Lichter am Samstag, 7. Dezember


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Boos von Waldeckscher Hof in Meisenheim am Glan.
Boos von Waldeckscher Hof in Meisenheim.

Fotos für die Collage zu Edle Weine & Edle Steine: links DWI, rechts Carole Smile

Dessert pour Edith Elisabeth: Ein zartes Träumchen von Nachspeise für die famose Oma Liesel

Riesling-Eis auf Baiser, Hefeteig-Küchlein mit Bitterorangen-Marmelade, marinierte Melonenkugeln auf Nuss-Crumble und Mango-Riesling-Creme.


12|11|2019   Oma Liesel ist Legende . . . nicht nur in ihrer Heimatregion Nahe, sondern weit darüber hinaus. Das wird jeder bestätigen, der auch nur ein Viertel Stündchen mit der guten Seele des Weingutes Jakob Schneider an der Nahe verbracht hat. Während ihrer Zeit auf der Weinbauschule in Bad Kreuznach lernt die in Waldlaubersheim aufgewachsene Naheländerin einst Jakob Schneider kennen und lieben. Mit ihm zieht sie nach der Hochzeit auf das Weingut seiner Eltern in Niederhausen. Dort lebt Edith Elisabeth Schneider, die von allen nur liebevoll Oma Liesel genannt wird, seit nunmehr über 60 Jahren. In diesem Jahr ist die Großmutter von Jakob Schneider, dem heutigen Patron des Weingutes, 85 Jahre alt geworden. Ihr zu Ehren füllte der 36-Jährige einen besonderen „Geburtstagswein“ in die Flasche: die Riesling Spätlese „Edith Elisabeth“ Niederhäuser Hermannshöhle Jahrgang 2018.

Oma Liesel aus dem Weingut Jakob Schneider.
Oma Liesel wie sie leibt und lebt.


Im Betrieb ist die rüstige Rentnerin mit ihren 85 Lebensjahren noch immer unermüdlich unterwegs. Speziell die Betreuung der Direktkunden liegt seit über vier Jahrzehnten in ihren Händen. Ein Glücksfall für die Winzerfamilie, denn in Oma Liesel vereinen sich eine offenherzige Gastfreundschaft mit Verkaufstalent und einem profunden Zitaten-und Geschichtenschatz rund um das Thema Wein. Einmal „angestupst“, sprudeln Weingedichte und Sprüchlein, Anekdoten und humorige Erzählungen aus dem Winzerleben nur so aus der 85-Jährigen heraus, und noch heute erinnern sich unsere inzwischen erwachsenen Kinder an die Herzlichkeit von Oma Liesel . . . und an die Leberwurstbrote, die sie ihnen extra schmierte und spendierte, während die Eltern Weine probierten. Du hast schon 1000 Weinproben erlebt? Meine Hand drauf, keine einzige davon wird mit einer von Oma Liesel betreuten Probe vergleichbar sein! „Oma Liesel, eine Figur wie aus einem Brüder-Grimm-Märchen, Schürze, Dutt, Hexenbuckel, aber nicht gramgebeugt von (…) Lebensjahren, sondern quietschfidel und im Kopf so klar wie die Nahe an der Quelle“, rühmte die „Frankfurter Allgemeine“ Oma Liesel 2016 in einem Beitrag über das Naheweingut. Ich stimme zu!


Spätlese „Edith Elisabeth“- ein restsüßes Riesling-Geschenk für Oma Liesel


Bereits seit einigen Jahrzehnten ist es im Weingut Jakob Schneider Tradition, Oma Liesel zu besonderen Geburtstagen mit einem besonderen Wein zu ehren, und so wurde es auch in diesem Jahr gehalten. Es galt, den 85. Geburtstag der Seniorchefin zu feiern, und wie stets widmete Jakob Schneider seiner Großmutter aus diesem Anlass einen der besten Tropfen aus seinem Keller. Aus der weltweit bekannten Spitzenlage Niederhäuser Hermannshöhle kelterte er vom Jahrgang 2018 einen besonderen Riesling, eine fulminante restsüße Spätlese, die er auf den Namen „Edith Elisabeth“ taufte.

Riesling Spätlese Edith Elisabeth aus der Niederhäuser Hermannshöhle.
Riesling Spätlese "Edith Elisabeth".


Die Spätlese „Edith Elisabeth“ ist das Allerbeste, was Winzer Jakob Schneider vom Jahrgang 2018 im Bereich der restsüßen Rieslinge zu bieten hat. Ein Musterexemplar von einem Wein aus der Niederhäuser Hermannshöhle, ein Paradewein aus einem der weltweit besten Riesling-Weinberge, der sowohl herausragende trockene als auch tiefgründige und schillernde rest- und edelsüße Rieslinge hervorbringt. Die restsüße Spätlese „Edith Elisabeth“ ist einmal mehr ein Beweis für die herausragende Güte dieses besonderen Terroirs. Gleichermaßen mit aromatischer Dichte wie mit Leichtigkeit und Frische beseelt tanzt die Spätlese (9 Vol.% Alk.) elegant über die Zunge und zündet dort ein Feuerwerk an Aromen, von Nektarinen und Boskoop-Apfel über Zitrus und Litschi bis zu Anklängen von Passionsfrucht und Mango. Dieses Aromen-Potpourri umtanzt ein feinwürziges Schiefer-Rückgrat sowie eine bestens integrierte Säure (8,6 g), die der Spätlese beide Standfestigkeit verleihen.

Winzer Jakob Schneider aus Niederhausen an der Nahe.
Winzer Jakob Schneider.


Mit dem Riesling „Edith Elisabeth“ ist Jakob Schneider eine gleichermaßen dichte wie anmutige Spätlese (ca. 70 g Restzucker) gelungen, ein Wein, dem eine noble Eleganz eigen ist und bei dem Einzig das Aufflammen der exotischen Aromen den sehr warmen Jahrgang 2018 andeutet. Mit Sicherheit eine der besten (und ob dieser Qualität zugleich preisgünstigsten) restsüßen Rieslinge, die vom Jahrgang 2018 an der Nahe erzeugt wurden, und mit ebensolcher Sicherheit ein formidables Geburtstagsgeschenk für Oma Liesel.

Riesling-Eis auf Baiser, Hefeteig-Küchlein mit Bitterorangen-Marmelade, marinierte Melonenkugeln auf Nuss-Crumble und Mango-Riesling-Creme.


Dessert pour Edith Elisabeth: ein Nachspeise-Geschenk für Oma Liesel


Auch ich möchte mich nun der langen Reihe der Gratulanten anschließen, und weil für Oma Liesel das Beste gerade gut genug ist, hab‘ ich mich bei meinem (nachträglichen) kulinarischen Geschenk besonders ins Zeug gelegt. Für die Jubilarin habe ich ein Dessert entworfen und auf den Teller gebracht, das nicht nur zu ihrer restsüßen Riesling Spätlese passt, sondern das bei drei Komponenten auch die Spätlese „Edith Elisabeth“ ins Spiel bringt. Nicht zu süß und von feinen Wein- und Fruchtaromen getragen (Mango, zweierlei Melone, Bitterorange, Sultaninen), spielt das „Dessert pour Edith Elisabeth“ zudem mit verschiedenen Texturen und Konsistenten (cremiges Eis und knusprige Nüsse, fluffiges Gebäck und knackiges Baiser etc.). Eine elegante und von geometrischen (Kreis)Strukturen getragene Anrichtweise auf dem Teller ist ein Kann, keineswegs ein Muss. Wem das zu viel Frickelei auf dem Teller ist, der richtet die Komponenten des Desserts einfach enger beieinander in einem tiefen oder schalenförmigen Teller an – das tut dem Zusammenspiel der Elemente im Mund und dem Geschmack des Desserts keinen Abbruch.

Übrigens: Keine Scheu brauchst Du dabei vor der höheren Zahl der Einzelkomponenten und der zeitlichen Länge der Zubereitung zu haben. Denn bis auf die Hefeteig-Küchlein lassen sich tatsächlich alle Komponenten des Desserts auch am Vortag/an Vortagen vorbereiten. Also: Ran ans "Dessert pour Edith Elisabeth" – es lohnt sich!

Dessert pour Edith Elisabeth mit Riesling-Eis, Mango-Creme, Hefe-Küchlein und marinierten Melonenkugeln.
Dessert pour Edith Elisabeth.


Rezept für Riesling-Eis auf Baiser, Hefeteig-Küchlein mit Bitterorangen-Marmelade, marinierte Melonenkugeln auf Nuss-Crumble und Mango-Riesling-Creme



ZUTATEN  |  für 12 Portionen

Für das Baiser



Für das Riesling-Eis

  • 200 ml Sahne, kühlschrankkalt
  • 200 ml Riesling Spätlese (restsüß)
  • 3 EL Zucker
  • 3 EL Invertzucker* (= Zuckersirup aus Fructose und Glucose, alternativ Glukosesirup)


Für die Hefeteig-Küchlein

  • 100 ml handwarme Milch
  • 6 TL Zucker
  • 100 g Weizenmehl Typ 405
  • 10 g frische Hefeteig (alternativ 3,5 g Trockenhefe)
  • 50 g leicht gebräunte Butter
  • 2 Eier
  • 50 g Korinthen
  • 1 Prise Salz
  • 12 TL Bitterorangen-Marmelade*


Für den süßen asiatischen Sud

  • 1 Stange Zitronengras
  • 2 Scheiben Ingwer
  • ca. 10 Körnchen Andaliman Pfeffer* (= wilder Zitruspfeffer, alternativ 4 Körner Szechuanpfeffer und 4 Zesten einer Orangeschale) 
  • 5 EL Riesling Spätlese (restsüß)
  • 2 EL Zucker


Für die marinierten Melonenkugeln

  • 1 Cantaloupe-Melone
  • 1 Galia-Melone
  • süßer asiatischer Sud (siehe oben)


Für die Mango-Fruchtcreme

  • 2 Mangos
  • 200 ml Riesling Spätlese (Restsüß)
  • 60 g Zucker


Für das Nuss-Crumble

  • 30 g geröstete Pekannüsse
  • 15 g Pistazienkerne


ZUBEREITUNG  |  ca. 2,5 Stunden

Baiser

  1. Die Eiweiß in einen hohen Gefäß mit einem Handrührer oder einer Küchenmaschine halbfest schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln und unterschlagen.
  2. Den fertigen Eischnee auf einer Backmatte oder Backpapier ca. einen halben Zentimeter hoch glatt aufstreichen. Mit den Körnern vom schwarzen Sesam und Hawaii-Salz bestreuen und im Backofen bei 100 Grad Celsius Umluft ca. 80 Minuten backen.
  3. Ist das Baiser fertig, einige Minuten bei offener Backofentür auskühlen lassen. Falls erforderlich, zum Aufbewahren in grobe unregelmäßige Stücke (ca. 10 x 6 cm) brechen und in eine möglichst luftdicht verschließbare Dose legen.

Riesling-Eis

  1. Zucker und Invertzucker in den restsüßen Wein einrühren und auflösen. Mit der Sahne vermischen. 
  2. In eine Eismaschine geben und diese ca. 25 Minuten laufen lassen, bis ein cremiges Eis entstanden ist. Falls dieses nicht sofort serviert wird, im Eisfach aufbewahren. 
TIPP: 
Falls Du keine Eismaschine hast, kannst Du das Eis auch ohne Maschine herstellen. Dazu die Eismasse in einen verschließbaren Plastik- oder Metallbehälter füllen und im Eisfach gefrieren. Nach ca. 2 Stunden das Eis mit einem Handrührgerät durchrühren, und die sich bildenden Eiskristalle zu zerkleinern. Das Eis 1. weitere Stunde gefrieren, dann nochmals durchrühren, wieder 1. Stunde gefrieren und erneut durchrühren. Nun das Eis vollständig gefrieren lassen.

Hefeteig-Küchlein

  1. Die Milch leicht erwärmen (maximal auf ca. 30 Grad Celsius) und den Zucker sowie 2 EL vom Mehl einrühren. Die Frischhefe hinein bröseln. Abdecken und ca. 20 Min. warm stellen. Die Butter in einem Topf leicht bräunen.
  2. Wenn der Vorteig nach ca. 20 Min. fertig ist, die inzwischen abgekühlte Butter, die Eier, Korinthen und Prise Salz einrühren. Das restliche Mehl einsieben und gut unterrühren, bis ein zähflüssiger Teig entstanden ist. Den Teig erneut an einem warmen Ort 30 Min. gehen lassen.
  3. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf eine 12er-Muffin-Form verteilen. Alternativ kannst Du die kleinen Küchlein auch in kleinen Gratinförmchen oder Ringförmchen backen. So oder so: Die Förmchen nur ca. zur Hälfte mit Teig füllen. Dann auf ein Backrost stellen, auf die zweite Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 15 Min. backen. Die fertigen Küchlein aus der Form nehmen und etwas abkühlen lassen.

Süßer asiatischer Sud

  • Vom Zitronengras-Stängel das untere Ende dünn abschneiden und die harten Außenblätter abziehen. Zitronengras etwas anklopfen und in dünne Scheiben schneiden. Von einer Ingwerknolle zwei dünne Scheiben (ca. 2 cm Durchmesser) abschneiden.Von den Rispen des Andaliman Pfeffers zehn Körnchen abzupfen.
  • In einem Topf den Zucker im Weißwein auflösen und aufkochen. Vom Herd nehmen und die Limonengrasscheiben, Ingwerstücke und die Körner des Andalimans Pfeffer in den Sud legen. Mindeststeins 20 Min. ziehen lassen, dann absieben und den Sud auffangen.

Melonenkugeln

  1. Cantaloupe- und Galia-Melone halbieren und mit Ausstechern Kugeln mit einem Durchmesser von ca. 2 cm, 1,5 cm und 1 cm ausstechen. Ich verwende dafür Löffel aus meinem Messlöffelset, und zwar jene für die Maßeinheiten 1/2 TL, 1/4 TL und 1/8 TL. Pro Teller/Portion benötigst Du jeweils 3 Kugeln von der Cantaloupe-Melone in den drei unterscheidlichen Größen und 3 Kugeln von der Galia-Melone in den drei unterscheidlichen Größen.
  2. Die Kugeln zusammen mit dem süßen asiatischen Sud (siehe oben) in einem Topf geben und auf ca. 70 bis 80 Grad erhitzen. Dann Hitze ausschalten und die Kugeln mindestens 20-30 Min. im Sud ziehen lassen.

Mango-Creme

  1. Die Mangos schälen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Dies zusammen mit dem Wein und Zucker in einen Topf geben und in ca. 20 Min. weich köcheln, und zwar die erste Hälfte der Kochzeit mit Deckel und die zweite ohne Deckel.
  2. Mit einem Stabmixer* pürieren, dann durch ein feines Sieb streichen. Die Mango-Creme mit 1 EL des süßen Suds verrühren und im Kühlschrank kaltstellen.

Nuss-Crumble

  1. Pekannüsse und Pistazienkerne mischen und hacken.

ANRICHTEN

  • Einen Servierring mit ca. 7 bis 8 cm. Durchmesser mittig auf den Teller stellen. Mit einem Löffel so viel von der Mango-Creme in die Form füllen und glattstreichen, bis ein ca. 4 mm hoher ebenmäßiger Kreis entstanden ist. Den Servierring vorsichtig abheben.
  • Ein Bruchstück vom Baiser (ca. 10 x 6 cm) leicht überlappend an die Mango-Creme anlegen. Ein Hefeküchlein oberhalb des Baisers mit etwas Abstand neben die Creme setzen und einen TL Bitterorangen-Marmelade auf das Küchlein setzen.
  • Mit dem Nuss-Crumble mit etwas Abstand vom Törtchen zum Baiser neben den Mango-Creme-Spiegel eine kreisförmige Spur auslegen. Darauf im Wechsel mit etwas Abstand je eine Kugel von den zwei verschiedenen Melonen setzen, zu oberst die großen Kugeln, dann die mittelgroßen darunter und ans andere Ende die kleinen Melonenkugeln.
  • Zu guter Letzt vom Eis eine große Kugel auf das Baiser legen. 


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    Dessert mit Riesling-Eis, Mango-Creme, Hefe-Küchlein und marinierten Melonenkugeln.

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    Fotos: Moderne Topfologie

    Ist das bloß Essen oder schon Kunst: Genießer-Menü nach Thomé-Konzept im Bio-Weingut Forster

    Winzer Georg Forster von der Nahe.


    03|11|2019   Ist das noch Essen oder schon Kunst? Wenn ein Menü-Abend mit der Aufforderung zum Lutschen von Kieselsteinen beginnt, einer der nachfolgenden Gänge ein Wildschwein ins Moorbad schickt und ein anderes in Form und Farbe einen mit Humus und Kieselsteinen durchsetzen Weinbergboden nachahmt, dann ist klar: hier geht es nicht allein um gutes Essen, sondern um mehr. Um eine Idee dahinter, ein spezielles Thema, ein Konzept.

    Auf die Teller gebracht wurde genau so ein „konzeptioneller Mehrwert“ jüngst von Bernhard Thomé. Anlässlich des Jubiläums „25 Jahre ökologischer Weinbau“ im Weingut Forster in Rümmelsheim an der Nahe bereitete der „kochende Künstler“ aus Berlin zusammen mit Koch Johannes Emken (Organiced Kitchen Berlin) an zwei Abenden ein mehrgängiges Genießer-Menü zu, das sich in der Ausführung voll und ganz den Bausteinen, Konstanten und Wesensmerkmalen des Forster‘schen Bioweinbaus widmete.

    Koch und Künstler Bernhard Thome.
    Künstler und Koch Bernhard Thomé.


    Bernhard Thomé war Künstler, bevor er sich dem Kochen widmete. An der Kunstakademie in Karlsruhe studiert er beim Informel-Maler Per Kirkeby, entdeckt begleitend aber auch seine Leidenschaft fürs Kochen. Thomé bezeichnet sich als Koch und als Künstler. Nicht verwunderlich also, dass er 2003 mit seiner Küche mitten ins Berliner Galerienviertel in der Heidestraße zieht, um sich dort mit seinem Projekt „Kunst & Kochen“ selbstständig zu machen. Dort entwirft und realisiert er als Catering-Unternehmer für Kunden mit außergewöhnlichen Wünschen themenbezogene Menüs und Büffets.

    Serviert zum Wein mitunter auch "aromatisierte" Kieselsteine: Koch und Künstler Bernhard Thomé.
    Serviert zum Wein mitunter auch "aromatisierte" Kieselsteine: Koch und Künstler Bernhard Thomé (M.).


    Bei der Kunstaktion "Orte-Unorte" kommt jede Speise als Sprühschaum auf die Teller. Für den Neuköllner Opernpreis entwickelt Thomé ein "Lügenbüfett", bei dem sich schwarze Linsen als Kaviar tarnen und die Creme Caramel nicht süß, sondern herzhaft-würzig nach Ziegenkäse und Sellerie schmeckt. Und bei einem Hundezüchter-Verein serviert er den Vierbeinern ein Sterne würdiges Gourmet-Menü, während sich Herrchen und Frauchen mit schlichten Grillwürstchen begnügen mussten.


    Genießer-Konzept-Menü rund um den Bioweinbau im Weingut Forster


    Ganz so ausgefallene Es(s)kapaden wie ebenjene beim Verein der Hundezüchter brauchten jüngst die Besucher der zwei Menü-Abende im Weingut Forster nicht zu fürchten. Thomé verfolgt bei seiner Arbeit in der Küche einen konzeptuellen Ansatz, er entwirft einen dem Menü übergeordnete Idee und verfolgt diese Gang für Gang bei der Rezept-Entwicklung. Anders als in der Konzeptkunst, bei der Konzept und Idee für die Bedeutung des Kunstwerks Vorrang haben, zählt für Bernhard Thomé beim „Konzeptkochen“ aber auch das Ergebnis, das optisch ebenso wie geschmacklich überzeugen muss.

    Winzer Georg Forster mit seinem Rieslingsekt brut.
    Begrüßte die Gäste zum Auftakt des Menüs mit einem Riesling Sekt brut: Winzer Georg Forster.


    Wie das gelingt, davon konnten sich die Teilnehmer der Menüs im Bioweingut Forster in Rümmelsheim an der Nahe überzeugen. Bernhard Thomé und Winzer Georg Forster kennen sich bereits seit einigen Jahren, so unter anderem durch die Zusammenarbeit beim Weinmenü „6 Köche 6 Winzer“ in den Berliner Ministergärten, bei dem Thomé unter anderem den „Riesling von Kies“ von Georg Forsters als Weinbegleiter einsetzte. Gerne folgte der Berliner deshalb der Einladung der Winzerfamilie, zum Jubiläum „25 Jahre ökologischer Weinbau“ ins Weingut nach Rümmelsheim der Nahe zu kommen. Begleitet wurde er dabei von Johannes Emken, der in Berlin das Bio-Catering-Unternehmen Organiced Kitchen betreibt und für die Umsetzung des von Thomé entworfenen Menüs verantwortlich zeichnete.

    Koch Johannes Emken aus Berlin.
    Koch Johannes Emken aus Berlin.


    Mit Zutaten aus dem direkten Umfeld des Weingutes, so Kräutern und grünen Gewächsen aus den Bio-Weinbergen sowie zwei dort von einem lokalen Jäger geschossenen Wildsäuen, brachten Emken und Thomé ein Menü auf die Teller, das konzeptionell von Bausteinen, Konstanten und Wesensmerkmalen geprägt war, die für den Bioweinbau von Winzerfamilie Forster bedeutend und prägend sind. Begleitend zum fünf Gänge umfassenden Menü plus Amuse-Bouche servierten Margit und Georg Forster mit Unterstützung ihrer Kinder zehn Weine und einen Sekt aus ihrem Sortiment, vom trockenen Riesling des aktuellen Jahrgangs 2018 bis zum edelsüßen Wein aus dem Jahr 2000.

    Genießer-Menü im Ecovin Weingut Forster an der Nahe.


    Beispiele: Kieselsteine sind prägend für etliche Weinbergsböden im Besitz von Winzerfamilie Forsten. Ausdruck findet das unter anderem im trockenen „Riesling vom Kies“, einem Fixpunkt im Weinsortiment des Ecovin-Weingutes. Mit seinem ungewöhnlichen Amuse-Bouche zum Menü-Auftakt trägt Thomé diese Umstand Rechnung: Serviert wird eine mit etwas Trinkwasser gefüllte Petrischale, in der vier mit mit Aromen belegt kleine Kieselsteine liegen. Die Aufforderung: Die Kieselsteine ablutschen und dazu den servierten „Riesling vom Kies“ Jahrgang 2017 verkosten, um dem Geschmack von Stein und Wein auf der Spur zu kommen.

    Variation von Humus und Kiesel gebildet aus Wurzelgemüse und Kartoffel in Kieselstein-Optik, Trüffel-Pilzcreme und Weinbergssprossen.
    Variation von Humus und Kiesel gebildet aus Wurzelgemüse und Kartoffel in Kieselstein-Optik, Trüffel-Pilzcreme und Weinbergssprossen.


    Beispiel zwei: Dem Erhalt der Vitalität des Bodens kommt im Bioweinanbau eine besonders große Bedeutung zu. Georg Forster hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem echten Spezialisten in diesem Themenbereich entwickelt. Zudem erzeugt er seit einigen Jahren auch mit großem Aufwand und Leidenschaft seinen eigenen Bio-Humus. Widerspiegelt sich dies in Menü-Gang „Variation von Humus und Kiesel“. Mit einem dunklen (Hu)Mus aus Pilzcreme, in Kieselstein-Form zugeschnittenen Wurzelgemüsen und einer als Kieselstein „getarnten“ Kartoffeln sowie grünen Sprossen und Kräutern ahmt Thomé einen mit Humus durchsetzten steinigen und begrünten Forster‘schen Weinbergboden nach. Nochmals verstärkt wird das Thema Erde und Humus durch den zum Gang gereichten Umami-Tee.

    Letztes Beispiel: Beim letzten Gang spielt Bernhard Thomé auf überraschende Weise mit dem Begriff Weinlese. Denn das Dessert ist tatsächlich lesbar. Die einzelnen kleinen Komponenten der Süßspeise sind so auf einer Schieferplatte angeordnet, dass sie in Punktschrift für Blinde (Brailleschrift) das Wort Wein bedeuten. Die Menü-Teilnehmen haben nun also Gelegenheit zur Teilnahme an einer einer genussvollen „Weinlese“.

    Koch Johannes Emken richtet ein Dessert an.
    Millimeterarbeit: Johannes Emken beim Anrichten in Blindenschrift angeordneten Desserts.


    Fazit: Ein ebenso ungewöhnliches wie genuss- und erkenntnisreiches Menü, das in Kombination mit den Forster‘schen Weinen sowie den Erläuterungen von Bernhard Thomé und Winzer Georg Forster rund um ihre Koch- und Winzerkunst mit Sicherheit lange am Gaumen sowie im Gedächtnis haften bleiben wird.


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    Das Genießer-Menü inklusive Weinbegleitung im Detail


    Vorspiel: Mineralik von Steinen

    Serviert werden vier Kieselstein in einer mit etwas Wasser benetzten Petrischale, die mit Aromen belegt sind. Dazu: Riesling vom Kies trocken Jahrgang 2017.

    Vier Kieselstein in einer mit etwas Wasser benetzten Petrischale, die mit Aromen belegt sind.


    Riesling vom Kies des Weingutes Georg Forster.

    *****

    Erster Gang: Exotisches aus G. Forsters Welt

    Geboten wird eine dreiteilige Weltreise auf den Spuren des Naturforschers, Ethnologen und Reiseschriftstellers Georg Forster (1754 bis 1794), dem Namensvetter von Winzer Georg Forster.
    • Ein Sauerkraut Borschtsch Blini mit Matjes.
    • Tahitianischer Papagei-Fisch mit Zitrone, Kokos, Tomate und Gurke auf Taro Chip.
    • Süßkartoffel-Praline mit gebeiztem Lamm, Minze und Sesam.
    Dazu: Riesling „Seefahrer“ trocken Jahrgang 2018 und Riesling „Georg Forster“ feinherb Jahrgang 2007.

    Süßkartoffel-Praline mit gebeiztem Lamm, Minze und Sesam, dazu der Seefahrer Riesling aus dem Weingut Forster.

     
    Sauerkraut Borschtsch Blini mit Matjes, dazu ein Riesling feinherb.

    *****

    Zweiter Gang: Vitaler Grund und Boden

    Eine Variation von Humus und Kiesel gebildet aus Wurzelgemüse und Kartoffel in Kieselstein-Optik, Trüffel-Pilzcreme und Weinbergssprossen sowie einem Umami-Tee. Dazu: „Wüstenwanderer“ Riesling Jahrgang 2017.

    ariation von Humus und Kiesel gebildet aus Wurzelgemüse und Kartoffel in Kieselstein-Optik, Trüffel-Pilzcreme und Weinbergssprossen sowie einem Umami-Tee.


    Riesling Wüstenwanderer aus dem Bio-Weingut Forster an der Nahe.

    *****

    Dritter Gang: Grüner Weinberg 

    Ein Winzersalat, der die speziell im Bioweinbau als Rebzeilen-Begrünung genutzten Leguminosen (Hülsenfrüchtler) nutzt. Bohnen- und Erbsenkresse, Erbsenspargel und Vinaigrette von Blütenhonig, schwarze Nuss und Fichtensprossen gesellen sich zu revitalisierten Rosinen und Trauben sowie Tranchen vom Perlhuhn. Dazu: „Himmelsstürmer“ 2018 Blanc de noir Spätburgunder sowie als Überleitung zum Folgegang der edelsüße Riesling „Tigerauge“ Jahrgang 2000.

    Himmelstürmer Blanc den Noir zu Perlhuhn mit Trauben und Linsensalat.


    Riesling feinherb zu Perlhuhn mit Trauben und Linsensalat.

    *****

    Vierter Gang: Wellness Weinberg
      
    Serviert wird ein Wildschwein im Moorbad: Zwei Teilstücke vom Wildschwein sowie kleine Kräutersaitlinge stehen in einer Creme von schwarzer Polenta (Polenta aus Buchweizen- oder Esskastanienmehl). Angelegt an die Wildsau ist ein Saubohnen-Ragout. Dazu: Dornfelder Rotwein Jahrgang 2012 und ein Frühburgunder aus dem Barrique Jahrgang 2008.

    Dornfelder zu Wildschwein und Kräutersaitlingen mit Creme von schwarzer Polenta und Sauce.


    Frühburgunder zu Wildschwein und Kräutersaitlingen mit Creme von schwarzer Polenta und Saubohnen.

    *****

    Fünfter Gang: Weinlese für Blinde

    In Blindenschrift kommt das Dessert daher. Grünes Apfel-Gel, Mango-Birne-Ragout, Waldbeeren Sorbet, Nußtaler mit schwarzer Nuss, dunkle Schokoladenmousse und Panna Cotta bilden in Brailleschrift das Wort Wein. Dazu: Als Auftakt eine edelsüße Riesling Auslese 2018, dann ein Eiswein Jahrgang 2002. 

    Dessert mit Riesling Auslese vom Weingut Forster.


    Winzer Johannes Forster beim Anrichten eines Desserts.
    Unterstützt die Köche beim Anrichten des Desserts in Brailleschrift: Winzer Johannes Forster.

    Nußtaler mit schwarzer Nuss und Eiswein vom Weingut Forster.


    Randnotiz

    Ach komm, träum weiter!

    Wir schreiben das Jahr 1994. Nelson Mandela wird nach dem Ende der Apartheid in Südafrika Präsident, das deutsche Umweltministerium ruft zum ersten Mal Ozonalarm aus und Grunge-Musiker Kurt Cobain stirbt. Und in Rümmelsheim? Dort steht Winzer Georg Forster in seinem kleinen persönlichen Mikrokosmos und beschließt: „Ab sofort mach‘ ich öko!“
    „Echt jetzt? Öko? Das willst du machen? Ach komm, träum weiter.“ Georg Forster weiß es heut‘ noch so wie gestern: „Viele Winzerkollegen lächelten nur milde. Und sagten: Mach‘ doch Weinbau so wie immer, das klappt doch." Das will der natur- und heimatverbundere Naheländer aber nicht mehr, trotz der schiefen Blicke und des Kopfschüttels im Umfeld: "Heute ist ‚bio‘ in, aber damals wurde man dafür noch schief angeguckt.“
    Und trotzdem: „Der Gedanke, welche Spuren wir in der uns umgebenden Natur, die unsere Lebensgrundlage ist, hinterlassen, hat uns zu diesem Schritt geführt. Und wir sind froh und stolz, dass dies auch unser Sohn Johannes als nachfolgende Generation als genauso elementar und notwendig ansieht und diesen Weg weiter mit uns geht", so Margit Forster.





    Seit einem Viertel Jahrhundert bewirtschaften Georg und Margit Forster ihr Weingut an der unteren Nahe inzwischen nach ökologischen Kriterien. Dabei folgen sie der Maxime: „Zum richtigen Zeitpunkt das Falsche unterlassen!“ Das Winzerpaar, das beim Ausbau der Weine seit einigen Jahren von Sohn Johannes unterstützt wird, gibt der Natur im Weinberg und den Weinen im Keller Zeit und Raum, um sich ohne „Chemiekeulen“ und „schnelles Geradebiegen durch Weinbehandlungsmittel“ in aller Ruhe zu entwickeln und zu entfalten.

    Die Geschichte des Weingutes geht in ihren Ursprüngen auf das Jahr 1938 zurück. Die Großeltern Josef und Anna Forster günden den Betrieb, wie damals üblich, als landwirtschaftlichen Mischbetrieb. Nach der Spezialisierung auf Weinbau wird die Rebfläche erweitert und die Ernte an eine örtliche Kellerei im Fass verkauft. Georg und Margit Forster wollten mehr. Sie beschließen, mit der Ernte 1988 ihre ersten Weine selbst abzufüllen. Und schon wenige Jahre später steht für beide fest: "Wir machen Biowein!".

    So halten es die Forsters seit 1994. Und es bedeutet: "Den Weinbergen Zeit lassen zu wachsen, den Trauben Zeit lassen zu reifen, dem Wein Zeit lassen zu werden – immer beobachten und mit Zuversicht auf die guten Kräfte in der Natur vertrauen." Heute bewirtschaftet die Familie rund 20 Hektar Rebfläche nach den Öko-Richtlinen von Ecovin, dem Bundesverband für ökologischen Weinbau. Und ihrer weiter oben bereits erwähnten Maxime folgend unterlassen sie es zumeist, das Falsche zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Mit viel Fingerspitzengefühl und Weinverständnis bringt das Weingut Forster aromatische und feingliedrige Weine in die Flasche, die von ihrer Herkunft von den schiefrigen und kiesigen Böden rund um Rümmelsheim erzählen.

    Hätten beim Genießermenü ebenso viel Spaß wie die Gäste: Künstler und Koch Bernhard Thomé und das Winzerpaar Georg und Magrit Forster.
    Haben beim Genießermenü ebenso viel Spaß wie die Gäste (v. l.): Künstler und Koch Bernhard Thomé sowie Georg und Magrit Forster.

    Alle Fotos: Moderne Topfologie

    Königsberger Klopse mit Roter Beete [und eine kleine Lobeshymne auf Crème légère]

    Königsberger Klopse mit Roter Beete und Basmati Reis.


    27|10|2019   An Königsberger Klopsen scheiden sich oftmals die Geister. Entweder man mag die ostpreußische Spezialität oder man mag sie nicht, ein „Dazwischen“ gibt es zumeist nicht. Ich für meinen Teil liebe die gekochten Fleischklöße mit Kapern in weißer Sauce – sie gehören definitiv zu meinen Leibgerichten . . . unter zwei Voraussetzungen. Erstens: Rein darf nur eine kleine Menge Sardellenfilets, denn ein zu viel davon schmeckt mir nicht. Zweitens: Die Sauce sollte nicht mit Mehlbutter oder Mehlschwitze hergestellt werden. Ich bin kein Fan dieser Art der Saucenbindung, die nicht selten zu einer klebrigen Konsistenz und einem dumpfen Geschmack der Sauce führt.

    Besonders gerne esse ich Königsberger Klopse in Kombination mit Roter Beete, die im Topf mit einem Klecks Marmelade überzogen wurde. Die dezente Süße der Beete kontrastiert hervorragend zur feinen Säure der Kapern in den Klopsen und der Sauce und beide Elemente legen auf der Zunge ein animierendes Süße-Säure-Tänzchen hin.

    Rote Beete.


    Königsberger Klopse, Rote Beete und Sauce auf Crème légère Basis


    Beim Zubereiten der Sauce verzichte ich, wie gesagt, gerne auf Mehlbutter oder Mehlschwitze. Über einen langen Zeitraum habe ich die Sauce für die Königsberger Klopse aus den Hauptzutaten Brühe und geschlagener Sahne zubereitet, doch beide Komponenten trennten sich nach dem Verschlagen oftmals recht schnell wieder. Viel besser und quasi narrensicher gelingt die weiße Sauce hingegen mit Crème légère, einem französischen Milcherzeugnis, das man verkürzt als Mischling aus Crème fraîche und Sahne beschreiben könnte. De facto ist Crème légère eine fettreduzierte Crème fraîche, die einen Fettgehalt von um die 12 bis 15 Prozent auf die Waage bringt. Crème fraîche liegt demgegenüber bei 30 Prozent und mehr. Ein weiterer Unterschied: Crème fraîche ist stichfest, Crème légère hingegen dickflüssig, ähnelt in diesem Punkt also eher klassischer Sahne

    Crème légère ist eine fettreduzierte flüssige Crème fraîche.
    Mitbringsel aus Frankreich: Crème légère, eine fettreduzierte und flüssige Crème fraîche.


    Auch geschmacklich ist das französische Sauerrahmprodukt ein Mischling. Milder und weniger säuerlich als klassisches Crème fraîche, nähert sich die „Leichte Creme“ durch die samtig-feine Konsistenz in Kombination mit milder Säuerlichkeit und dezenter Süße dem Geschmack von Sahne an. Aufgrund von Geschmack und Konsistenz eignet sich Crème légère hervorragend (und meiner Ansicht nach oftmals besser als klassische Sahne) zum Verfeinern von Saucen und Suppen. Speziell zum Erzeugen von cremigen weißen Saucen ist Crème légère bei uns sehr oft die „Wunderwaffe der Wahl“. Zum einen flockt sie (ebenso wie Crème fraîche) beim Erhitzen nicht aus. Zum anderen stellt sich beim Einköcheln mit Crème légère aufgrund der dickflüssigen Konsistenz sehr schnell eine Bindung ein – zigfacher schneller als mit klassischer Sahne. Ein weiterer Pluspunkt: Durch das Wechselspiel von milder Säuerlichkeit und feiner Süße wirkt Crème légère geschmacklich komplexer als Sahne.

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    Alles Vorteile, die Crème légère auch bei der Sauce für die Königsberger Klopse ausspielt. Die weiße Sauce zu den Klopsen ist damit „fix wie nix“ zubereitet und bringt eine feine Cremigkeit und einen einnehmenden und harmonischen Geschmack mit. Meine Empfehlung: Probier’s aus! Einmal eine weiße Sauce mit Crème légère zubereitet, wirst du das Sauerrahmprodukt nicht mehr missen möchten und dafür im Fall der Fälle auch weitere Einkaufsfahrten nach Frankreich klaglos in Kauf nehmen.

    Königsberger Klopse mit Roter Beete und Basmati Reis.


    So, nun aber genug geredet, jetzt heißt es: „Her mit den kleinen Klopsen!“


    Rezept für Königsberger Klopse mit Roter Beete



    ZUTATEN | für 4 Personen


    Für die Klopse:

    • 1 altbackenes Brötchen
    • 250 g Schweinehack
    • 250 g Hühnerbrustfilet, gewolft oder klein gehackt
    • 2 weiße Zwiebeln
    • 1 Knoblauchzehe
    • 2 EL Butter
    • 1 Sardellenfilet
    • 2 EL Kapern
    • 2 EL glatte Petersilie
    • 1 Ei
    • Salz und Pfeffer
    • 3 Petersilienstängel
    • 1 l Hühnerbrühe


    Für die Sauce:

    • 120 g weiße Champignons
    • 2 Schalotten
    • 1 EL Butter
    • 50 ml Weißwein (z. B. Weißburgunder, Silvaner)
    • 500 ml Brühe (Garflüssigkeit der Klopse)
    • 1,5 EL Kapern
    • 1-2 TL grober Senf
    • 1 Msp. Cayennepfeffer
    • Prise Salz
    • 150 ml Crème légère
    • 2 EL Schnittlauchröllchen
    • 8-10 Kapernäpfel


    Für die Rote Beete:



    Für den Basmati-Reis



    ZUBEREITUNG  |  ca. 60 Min.


    Klopse

    1. Weiche zunächst das altbackene Brötchen einige Minuten in kaltem Wasser ein. Vermenge anschließend das gut ausdrückte Brötchen mit dem Schweinehack und dem gewolften oder klein gehackten Hühnerbrustfilet. Zwiebeln und Knoblauchzehe enthäuten, fein hacken und in einer Pfanne mit 2 EL Butter glasig dünsten. Das Sardellenfilet, die Kapern und glatte Petersilie fein hacken. Zusammen mit den angedünsteten Zwiebeln und Knoblauch sowie dem Ei mit dem Hack gut vermengen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
    2. Aus dem Hack mit den Händen Klopse formen, die in etwas Walnussgröße haben. Die Hühnerbrühe in einem Topf zum Köcheln bringen, die Petersilienzweige einlegen und die Klopse darin ca. 10 Min. sanft garen. Herausnehmen und warmhalten.

    Sauce

    1. Die Champignons und Schalotten ein würfeln und in Butter in einer Pfanne anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen fast vollständig reduzieren. Von der Garflüssigkeit der Klopse 500 ml abmessen und in die Pfanne gießen. Auf die Hälfte reduzieren, dann mit Kapern, grobem Senf, Cayennepfeffer und einer Prise Salz würzen. 
    2. Kurz vor dem Servieren Crème légère einrühren und kurz nochmals kurz erhitzen und ein wenig einköcheln lassen.

    Rote Beete

    1. Einen Topf mit Wasser erhitzen. Das Meersalz einrühren und die ungeschälte Rote Beete hineingeben. Die Knollen sollten vom Wasser bedeckt sein. Die Rote Beete ca. 20 Min. kochen.
    2. Die Beete schälen (Tipp: Küchenhandschuhe anziehen, sonst gibt’s rote Finger) und in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. In einem Topf mit hohem Rand 2 EL Butter zusammen mit 1 EL Himbeermarmelade auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Die Beete-Scheiben dazugeben und ca. 5. Min. erwärmen. Kurz vor dem Garende vorsichtig den Himbeeressig einrühren und die Beete mit Meersalz abschmecken.

    Basmati-Reis

    1. Den Reis nach Packungsangabe kochen.


    ANRICHTEN

    Zunächst etwas Reis auf die Teller verteilen, dann mit Sauce überziehen,. Rote Beete Scheiben und Klopse auflegen. Mit Kapernäpfeln und Schnittlauchröllchen garnieren.


    Königsberger Klopse mit Roter Beete und Basmati Reis.

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    Foto Rote Beete: Lucy May
    Restliche Fotos: Moderne Topfologie

    Feine Weine & feine Burger: Martinsverkostung mit Grill-Bonus im Weingut Korrell Johanneshof

    Britta und Martin Korrell vom Weingut Korrell Johanneshof an der Nahe.


    18|10|2019  Da kommen zwei zusammen, die sich bestens zueinander passen: Wenn Winzerfamilie Korrell aus Bad Kreuznach-Bosenheim am Wochenende 9. und 10. November zur Martinsverkostung ihrer Weine einlädt, dann wird im Hof des Weingutes Korrell Johanneshof in der Görzstraße 7 auch ein besonderes Gast den Kochlöffel, Pardon, die Grillzange schwingen: Astrid Gräfin zu Münster, ihres Zeichens geprüfte Fleisch-Sommelière und ausgewiesene Grillexpertin, schultert ihr Grillgerät und wird für die Besucher der Martinsverkostung eine besondere Burger-Kreation frisch auf dem Grill zubereiten. Ebenfalls zum kulinarischen Angebot gehören wird ein saftiges Gulasch aus dem Dutch Oven Feuertopf*.



    Martinsverkostung: Aktuelle Weine und gereifte Rieslinge probieren


    Von wegen graues November-Wochenende! Auch wenn es draußen nun neblig und kühl ist, gibt es in der Region doch interessante und geschmackvolle Events, die hinter dem Holzofen und aus dem Haus locken. Genau solch eine Veranstaltung ist Martinsverkostung im Weingut Korrell Johanneshof in Bad Kreuznach-Bosenheim.

    In der Vinothek des Weingutes Korrell Johanneshof findet die Martinsverkostung statt.
    In der Vinothek des Weingutes Korrell Johanneshof findet die Martinsverkostung statt.


    Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. November, lädt Winzerfamilie Korrell zur Martinsverkostung ein. Jeweils von 11 bis 18 Uhr haben Weinfreunde bei freiem Eintritt die Gelegenheit, die aktuelle Weinkollektion im stilvollen Ambiente der Vinothek in der Görzstraße 7 im Ortskern von Bosenheim kennen zu lernen, und zwar vom Gutswein bis hinauf zu den Spitzengewächsen des renommierten Naheweingutes. Gratis zur Verkostung dazu gibt es eine professionelle Weinberatung durch das Team des Weingutes sowie gute und informative Gespräche mit Winzerehepaar Britta und Martin Korrell.

    Britta und Martin Korrell laden am 9. und 10. November in ihr Weingut zur Martinsverkostung ein.
    Britta und Martin Korrell laden am 9. und 10. November ins Weingut zur Weinverkostung ein.  Foto: Steffen Henkel


    Speziell zur Martinsverkostung wartet Winzerfamilie Korrell auch mit einigen Besonderheiten auf: Außergewöhnlich und an sonstigen Weingutstagen für Besucher nicht möglich ist zum Beispiel die Probe von gereiften Rieslingen aus der Korrell’schen Paradelage Paradies sowie aus Lagen der oberen Nahe. Durch die spannende Verkostung reifer Lagenweine im Vergleich zur heute von Winzer Martin Korrell in die Flasche gebrachte Lagencuvée namens "Von den besten Lagen" führt bei der Martinsverkostung Björn Ritter, der stellvertretende Betriebsleiter und Exportmanager des Gutes.


    Die Gräfin grillt . . . und zwar Bosen-Burger


    Vor der Vinothek im Gutshof lädt Astrid Gräfin zu Münster dazu ein, der „Gräfin beim Grillen“ zuzuschauen. Die Grillexpertin, über deren Werdegang und Faible für feines Fleisch ich hier im Block bereits mehrfach habe (siehe Randnotiz unten), hat sich extra für das Wochenende bei Familie Korrell eine neue Speisekreation einfallen lassen: den Bosen-Burger. Die geprüfte Fleisch-Sommelière wird die schmackhafte Burger-Kreation aus besten Zutaten bei der Martinsverkostung frisch auf dem Grill zubereiten, so dass sie zu den Weinen von Familie Korrell genossen werden kann. Gekrönt wird der Bosenburger mit verschiedenen Toppings, die Genuss-Sommelière Astrid Gräfin zu Münster mit im Gepäck hat. Je nachdem, zu welchen Korrell-Wein der Burger genossen werden soll, wird ein passendes Topping ausgesucht. Ebenfalls zum kulinarischen Angebot der Martinsverkostung gehören wird ein saftiges Gulasch, das Astrid Gräfin zu Münster in einem Dutch Oven Feuertopf* zubereiten wird.



    Grill-Expertin Astrid Gräfin zu Münster schmeißt zur Martinverkostung im Weingut Korrell Johanneshof den Grill an und legt Burger auf.
    Astrid Gräfin zu Münster schmeißt zur Martinverkostung bei Winzerfamilie Korrell den Grill an.


    Die Kombination von feinen Weinen und einem schmackhaften Bosenburger klingt für Dich unwiderstehlich? Ist sie bestimmt auch! Wer Du also am Wochenende 9. und 10. November  zwischen 11 und 18 Uhr noch nichts vorhast, sollte Du diese Martinsverkostung in einem der Spitzengüter der Region nicht verpassen. Ergänzend zum Wein- und Burger-Genuss gibt es zudem noch einen Anreiz zum Vorbeischauen: Wer die Verkostungstage zum Weineinkauf nutzt, dem spendiert Winzerfamilie Korrell ab einem bestimmten Einkaufswert eine besondere Aufmerksamkeit, die es ansonsten nicht zu kaufen gibt. Also: Komm vorbei! Britta und Martin Korrell, das Team des Weingutes sowie Astrid Gräfin zu Münster freuen sich auf viele Besucher!

    Der Wein-Buli von Winzerfamilie Korrell.
    Der Wein-Buli von Winzerfamilie Korrell.


    Randnotiz

    Bereits mehrfach habe ich hier im Blog über Weine aus dem Naherweingut Korrell Johanneshof berichtet und diese zu speziellen Speisen als Begleiter empfohlen, so zum Beispiel in den Texten Riesling Etape Korrell XX: Ein neuer Big-Player betritt die Bühne und Sechs Jahrgänge Paradies Riesling - eine 'Weinlesung' mit Natalie Lumpp.

    Näher kennen lernen kannst Du hier im Blog aber auch Astrid Gräfin zu Münster, ihres Zeichens geprüfte Fleisch-Sommelièr und ausgewiesene Grillexpertin. Berichte über die sie findest Du unter dem Titel Fleisch-Sommelier? Ja, das gibt’s! Astrid Gräfin zu Münster ist so eine und Grillen mit Gräfin: Neue Grillkurs-Reihe von und mit Astrid Gräfin zu Münster.


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