Ja, bin ich denn des Wahnsinns fette Beute? Ich spiel' Rheinhessen Roulette


Foodblogger Rezeptwettbewerb Rheinhessen Roulette


24|09|2017   Schon der Name hätte mich stutzig machen müssen - klingt ja unüberhörbar wie Russisch Roulette - und das kann ja bekanntermaßen tödlich enden. So lebensgefährlich ist Rheinhessen Roulette zwar nicht - aber - wie ich jetzt am eigenen Leib erfahren musste, trotzdem höchst riskant. Wieso, weshalb, warum?

Deshalb: Der Verein Rheinhessenwein lud jüngst zum Foodblogger-Kochwettbewerb ein, und der wird nach dem Spielprinzip "Rheinhessen-Roulette" ausgetragen. Die Aufgabe: Jeder Teilnehmer soll eine ideale Verbindung zwischen rheinhessischen Lebensmitteln und Rheinhessenwein kreieren, also ein Rezept passgenau zu und mit einem ausgewählten rheinhessischen Wein entwickeln. Das Perfide: Die Teilnehmer wissen nicht, was auf Sie zukommt. Nach dem Prinzip des Glücksspiels Roulette werden die Lebensmittel und Weine durch die Nennung von Ziffern zwischen 1 und 10 zugelost. Mit einem der Weine und mindestens zwei der blind durch Zahlennennung ermittelten Lebensmittel muss dann das Speise-Wein-Pairing fertiggestellt werden . . . und das kann, wie ich beim Öffnen meines Warenpaketes mit Herzklopfen und einigen Schweißtropfen auf der Stirn feststellen musste, ganz schön knifflig werden.

Meine Zahlen: Für die Weinauswahl entschied ich mich für 1, 4 und 10. Für die Produktauswahl rief ich 3, 4 und 8 auf. Ok, mit den Weinen, einem Rheinhessen Silvaner, einem Silvaner Selection und einem Weißburgunder komm' ich zurecht, da wird sich schnell ein würdiger Essenspartner herauskristallisieren. Aber die Lebensmittel . . . , na ja, ich sag's mal so: Ob ich da Glück hatte, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Denn ich hab' - tätärätätä - zwei Stangen Porree bekommen - also gemeinen Lauch. Und Riesling-Essig, und Traubenkernöl. Hm. Porree, echt jetzt? Zwei der drei Zutaten muss ich für das Rezept verwenden? Super, schlage ich einfach den Essig und das Öl mit ein paar Gewürzen zu einer Vinaigrette auf, kippe diese über einen Salat und "BÄM!" - Aufgabe erfüllt. Na ja, vielleicht doch nicht so die Hammer-Idee, oder? Also doch was mit Lauch kochen, mit Lauch, mit Lauch . . . aber was, in drei Teufels Namen?

Lauchstangen
Die Kochkandidaten: zwei Stangen vom gemeinen Lauch.


Nun, an dieser Nuss werd' ich wohl noch etwas zu knacken haben. Knapp drei Wochen ist Zeit, bis die Uhr des Rezeptwettbewerbs abläuft, bis dahin muss das ideale rheinhessische Food and Wine-Pairing stehen. Ich mühe mich! Was aufgetischt wird, das erfährst Du demnächst hier im Blog. Also, schau' mal wieder rein!