Schneckenpost für Dich: Skandinavische Zimtschnecken – zum Dahinkriechen!

Zimtschnecken mit Hagelzucker.

10|06|2019   Zimtschnecken? Gehen immer, oder? Sommers wie winters! Zu finden ist die gemeine Zimtschnecke quasi in der gesamten westlichen Welt, die besten kommen meines Erachtens aber aus den skandinavischen Ländern, speziell aus Dänemark und Schweden. In Schweden ist man sogar so verrückt nach den kleinen süßen gerollten Dingern, dass man ihnen einen Feiertag gewidmet hat. Jährlich am vierten Oktober wird dort der "Kanelbullens dag", der "Tag der Zimtschnecken" gefeiert.

Dänische Zimtschnecken.


Hier in Bad Kreuznach in meiner Heimatregion Nahe gibt es das kleines liebenswertes Stehcafé, in dem frische Kanelsnegle (dänisch für Zimtschnecken) täglich in Scharen herumkreuchen . . . da gibt es kaum ein Dranvorbeikommen, ohne zumindestens eine Schnecke für später am Tag einzutüten oder diese direkt zu verputzen. Nur eine? Ganz genau, das ist die richtige Frage. Denn Du kennst es auch: Wer einmal damit angefangen hat, die süßen zimtigen Dinger zu verspeisen, der hört bei einer Schnecke eigentlich nicht auf. Auf der sicheren Seite ist also jeder, der zum hauseigenen Snegle-Bäcker wird. Hier das Rezept zum Stillen Deiner Snegle-Sucht.

Schwedische Zimtschnecken.


Rezept für skandinavische Zimtschnecken


ZUTATEN  |  für ca. 24 Zimtschnecken

Für den Teig:

  • 500 g Mehl plus etwas Mehl zum Ausrollen
  • 21 g frische Hefe (oder eine halbe Tüte Trockenhefe)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 40 g Zucker
  • 10 Samen aus Kardamomkapseln
  • 1 Sternanis
  • 1 Bio-Ei (Größe M)
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz


Für die Füllung:

  • 150 g weiche Butter
  • 100 g Vollrohrzucker (alternativ Kandisfarin)
  • 25 ml Invertzucker (alternativ Ahornsirup)
  • 1 EL Paniermehl
  • 5 gestrichene TL Cylon-Zimt
  • Mark einer 1/2 Vanilleschote


Für den Belag:

  • 2 EL weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2–3 EL Hagelzucker


ZUBEREITUNG  |  ca. 30 Min. plus 45 Min. Gehzeit

  1. Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte ein Mulde formen und die Hefe hinein bröckeln. Lauwarme Milch mit 1 TL Zucker verrühren und in die Mulde gießen. Mit etwas Mehl vom Schüsselrand die Flüssigkeit dünn bedecken. Schüssel mit einem Tuch abdecken. Die Samen der Kardamomkapseln und den Sternanis in einem Mörser sehr fein vermahlen. Zusammen mit dem restlichen Zucker, der restlichen Milch, den Eiern, der weichen gestückelten Butter und der Prise Salz in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. 
  2. Für die Füllung alle Zutaten (Butter, Vollrohrzucker, Invertzucker, Paniermehl, Zimt, Mark der Vanilleschote) mit den Händen oder einem Handrührgerät gut vermengen. Sollte die Butter noch zu kühl und hart sein, in einem Topf etwas anschmelzen, dann vermengen und die Mischung wieder etwas abkühlen lassen.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche durchkneten und auf ca. 5 mm Höhe und ca. 40 x 30 cm Größe ausrollen. Mit der Butter-Zucker-Gewürz-Mischung bestreichen. Dabei den Rand der hinteren längeren Seiten aussparen und einen etwa 1,3 cm breiten Streifen frei lassen. Nun den Teig in Richtung des freien Randes aufrollen – die Rolle sollte nicht zu locker aufgerollt sein. Den Streifen ohne Füllung am Rand mit etwas Wasser bestreichen und die Rolle fertigrollen – durch das Wasser klebt das Ende besser und verschließt so die Rolle. Die Teigplatte von der Längsseite einrollen und die Rolle in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Die Scheiben mit etwas Abstand auf ein Backblech (mit Backpapier oder Backmatte) setzen. 
  4. Die Butter für den Belag zusammen mit der Prise Salz schmelzen. Die Schnecken damit bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Backblech mit den Schnecken in den Ofen schieben (2 Schiene von unten) und rund 20 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen.
      Zimtstangen und Zintschnecken.

      Foto Schnecke: Johan Desaeyere
      Foto Zimtstangen: Uriel Soberanes
      Fotos Zimtschnecken: Moderne Topfologie