22|02|2026 Tartiflette ist pures Winter-Comfort-Food aus den französischen Alpen: goldgelbe samtige Kartoffeln, geschmorte Zwiebeln, knuspriger Speck und obenauf ein Laib Reblochon, der im Ofen zu einer cremig-würzigen Decke verschmilzt. Der nussig-butterige Weichkäse aus Savoyen schmilzt beim Backen, läuft cremig zwischen und um die Kartoffelscheiben herum und verbindet alle geschmacklichen Komponenten zu einem unglaublich aromatischen Auflauf, der nach alpinen Hüttenzauber, Kaminfeuer und einem wohligen Abend nach einem langen Tag im Schnee schmeckt.
Ich liebe dieses Gericht, weil es aus wenigen einfachen Zutaten besteht, einfach zuzubereiten ist und in Windeseile den Zauber eines Abends in einer kleinen Berghütte in die heimischen vier Wände holt – perfekt, wenn es draußen kalt ist und du dir etwas Herzhaftes gönnen möchtest. Die Kombination aus zarten Kartoffeln, würzigem Speck, einem Schuss Weißwein und der schmelzenden Reblochon-Kruste macht Tartiflette gleichzeitig deftig, cremig und überraschend raffiniert. Dazu noch (wenn du magst) ein frischer grüner Salat und ein Glas Weißwein, und du hast ohne viel Aufwand ein Soulfood-Gericht für einen gemütlichen Abend auf dem Tisch stehen.
Ich liebe dieses Gericht, weil es aus wenigen einfachen Zutaten besteht, einfach zuzubereiten ist und in Windeseile den Zauber eines Abends in einer kleinen Berghütte in die heimischen vier Wände holt – perfekt, wenn es draußen kalt ist und du dir etwas Herzhaftes gönnen möchtest. Die Kombination aus zarten Kartoffeln, würzigem Speck, einem Schuss Weißwein und der schmelzenden Reblochon-Kruste macht Tartiflette gleichzeitig deftig, cremig und überraschend raffiniert. Dazu noch (wenn du magst) ein frischer grüner Salat und ein Glas Weißwein, und du hast ohne viel Aufwand ein Soulfood-Gericht für einen gemütlichen Abend auf dem Tisch stehen.
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| Tartiflette frisch zubereitet in der gusseisernen Pfanne. |
Tartiflette - wer hat's erfunden?
Übrigens: Lass dich nicht auf die falsche Fährte führen! Wenn du in Tartiflette-Rezepten liest, das dies ein typischen Gericht aus der französischen bäuerlichen Küche ist, dann ist das etwas irreführend. Ja, Tartiflette wirkt in seiner Rustikalität und Einfachheit so, als wäre es so und nicht anders schon vor Hunderten von Jahren von alpinen Bäuerinnen zubereitet und das Rezept über etliche Generationen weitergereicht worden. Stimmt aber nicht: Tartiflette ist ein Kunstprodukt von Marketingstrategen!
Tartiflette in seiner heutigen Form wurde erst in den 1980er-Jahren entwickelt, um für den regionalen Rohmilchkäse Reblochon zu werben. Dabei griffen die Rezept-Strategen ein traditionelles Vorläufergericht namens „Péla“ aus Haute-Savoie auf, bei dem Kartoffeln, Zwiebeln und Käse in einer Pfanne geschmort wurden, und kombinierten dieses mit dem seit dem 13. Jahrhundert in Savoyen verwurzelten Reblochon und französischem Weißwein. Den Namen für das neue Gericht leiteten die "Konstrukteure" vom savoyardischen Wort „tartiflâ“ beziehungsweise „tartifle“ für Kartoffel ab - womit eine Verwurzelung des Gerichts in der Bergküche Savoyens evoziert wurde. Für die in den 1960er Jahren am Reißbrett entworfenen alpinen französischen Skidestinationen war diese Rezept-Konstruktion ein Glücksfall, denn endlich hatten sie ein kulinarisches Gegenstück zu den Hütten-Klassikern der alpinen Nachbarn wie Kasnocken, Speckknödel und Speckspatzeln, Fondue, Raclette und Gröstln.
Und ja, man muss es unumwunden einräumen: die damaligen Food-Designer haben exzellente Arbeit geleistet. Geschickt spielt Tartiflette auf der Klaviatur der bäuerlichen alpenländischen Küche - viel mehr nach Bergwelt und geselligem Beisammensein in der Hüttenstube drinnen bei Schnee und Minusgraden draußen kann ein Gericht kaum schmecken. Also - ran an Rezept!
ZUTATEN | für 2 Personen
Weitere Utensilien:
ZUBEREITUNG | ca. 40 Min.
Hier sind noch ein paar Tipps, damit dein Reblochon richtig zur Geltung kommt – ob pur, auf der Käseplatte oder in der Tartiflette.
Reblochon auswählen: Achte auf „Reblochon de Savoie“ mit AOP-Siegel (geschützte Herkunft), der Geschmack ist meist aromatischer und komplexer.
Ein guter Reblochon hat eine gelblich-orange bis rötliche Rinde, die leicht feucht wirkt, und einen weichen, noch leicht elastischen Teig, der nicht bröckelt.
Riecht der Reblochon sehr scharf-ammoniakartig oder ist die Rinde schleimig, dann Finger weg. Er ist in so ein Zustand meist überreif.
Um die Perfekte Reife erkennen, drücke den Käse sanft an der Seite: Er sollte nachgeben, aber nicht völlig fließen – dann ist er cremig, aber noch strukturiert.
Für Tartiflette darf er eher etwas reifer und weicher sein, für die Käseplatte gerne noch minimal fester, damit er sich besser schneiden lässt.
Lagerung: Im Kühlschrank am besten im Gemüsefach aufbewahren, eingewickelt in Käsepapier oder leicht geöffnetem Pergament, nicht luftdicht in Plastik. Lagere ihn möglichst getrennt von sehr geruchsempfindlichen Lebensmitteln , da er sein Aroma stark abgibt. Vor dem Verzehr aus der Kühlung holen und 30 bis 60 Minuten bei Zimmertemperatur liegen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.
Genuss-Tipps für Reblochon pur: Eine ideale Figur macht Reblochon auf einer Käseplatte mit knusprigem Baguette, Nüssen, Trauben, Birnen oder Feigen und einem frischen, nicht zu schweren Weißwein. Für ein schnelles Highlight: Reblochon im Ganzen bei Zimmertemperatur ruhen lassen, oben etwas Rinde abschneiden und kurz im Ofen oder unter dem Grill schmelzen, dann mit Brot auslöffeln.
Fotos: Moderne Topfologie | Kai Brückner
Tipps: So wird Tartiflette supernett
- Den Käse quer halbieren, sodass du zwei große runde Scheiben mit Rinde erhältst, und diese mit der Rinde nach oben auf den Auflauf legen. So kann der Käse nach unten hin ungehindert in die Kartoffeln "hineinschmelzen". Für ein 2-Personen-Essen reicht übrigens eine der Käselaib-Hälften (siehe Rezept unten). Die andere kannst du für den späteren Verzehr im Kühlschrank lagern oder auch einfrieren.
- Nicht zu heiß und nicht zu kurz backen: Der Käse soll langsam schmelzen und in die Kartoffeln laufen, die Rinde darf schön goldbraun werden, aber nicht verbrennen.
- Kein "Tartiflette-Käse-Ersatz" verwenden – für den typischen Geschmack braucht es Reblochon -und nur Reblochon.
Rezept für Tartiflette - Kartoffel-Käseauflauf aus den Savoyen
ZUTATEN | für 2 Personen
- 620–650 g festkochende Kartoffeln
- 8 Scheiben Südtiroler Speck (ca. 50 g)
- 60 g Butter
- 2 kleinere Zwiebeln
- Salz
- 200 ml trockener Weißwein
- schwarzer Pfeffer
- feines Meersalz*
- 200 ml Sahne
- die Hälfte eines 450 g Reblochon (alternativ 1 Reblochon zu 230 g)
Weitere Utensilien:
- Eisen- oder Gusseisenpfanne mit einem Bodendurchmesser von 20 cm*; alternativ eine Keramik- oder Emaille-Form vergleichbarer Größe
ZUBEREITUNG | ca. 40 Min.
- Die Kartoffeln in Salzwasser kochen. Abgießen, schälen und in Scheiben mit einer Breite von 4–5 mm schneiden. Den Speck in große Streifen reißen/schneiden. Einen EL von der Butter in einer Pfanne schmelden und darin die Speckstücke anbraten. Die Zwiebeln in Scheiben (ca. 2 mm dick) schneiden. Einen weiteren EL Butter in der Pfanne mit dem Speck schmelden, die Zwiebelscheiben darin zusammen mit einer Preise Salz anschwitzen, bis sie weich, aber nicht gebäunt sind. Das wird ca. 15 Min. dauern. Nun den Weißwein angießen und alles kräftig einköcheln.
- Die ofentaugliche gusseiserne oder eiserne Pfanne (Bodendurchmesser 20 cm; alternativ Keramik- oder Emailleform vergleichbarer Größe) mit der restlichen Butter einfetten. Eine Schicht Kartoffeln einlegen und mit grobem schwarzen Pfeffer und ein wenig Meersalz bestreuen. Die Hälfte der Zwiebel-Speckmischung und die Hälfte der Sahne darauf verteilen. Eine zweite Schicht mit den restlichen Kartoffeln auflegen, den Rest der Zwiebel-Speckmischung und Sahne darauf verteilen. Den 450-g-Reblochon-Laib quer halbieren, sodass du zwei große runde Scheiben mit Rinde erhältst. Eine der Hälften für eine spätere Verwendung kühlen oder einfrieren. Die andere Hälfte vierteln und mit der Rinde nach oben in die Pfanne auf die Kartoffelschichten legen. (Hast du einen kleineren 230-g-Laib Reblochon bekommen, diesen quer halbieren und mit der Rinde nach oben auf den Auflauf legen.)
- Im Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene ca. 20 Min. backen, bis der Käse cremig geschmolzen und an der Oberfläche leicht gebräunt ist. Warm servieren
Randnotiz Reblochon
Hier sind noch ein paar Tipps, damit dein Reblochon richtig zur Geltung kommt – ob pur, auf der Käseplatte oder in der Tartiflette.
Reblochon auswählen: Achte auf „Reblochon de Savoie“ mit AOP-Siegel (geschützte Herkunft), der Geschmack ist meist aromatischer und komplexer.
Ein guter Reblochon hat eine gelblich-orange bis rötliche Rinde, die leicht feucht wirkt, und einen weichen, noch leicht elastischen Teig, der nicht bröckelt.
Riecht der Reblochon sehr scharf-ammoniakartig oder ist die Rinde schleimig, dann Finger weg. Er ist in so ein Zustand meist überreif.
Um die Perfekte Reife erkennen, drücke den Käse sanft an der Seite: Er sollte nachgeben, aber nicht völlig fließen – dann ist er cremig, aber noch strukturiert.
Für Tartiflette darf er eher etwas reifer und weicher sein, für die Käseplatte gerne noch minimal fester, damit er sich besser schneiden lässt.
Lagerung: Im Kühlschrank am besten im Gemüsefach aufbewahren, eingewickelt in Käsepapier oder leicht geöffnetem Pergament, nicht luftdicht in Plastik. Lagere ihn möglichst getrennt von sehr geruchsempfindlichen Lebensmitteln , da er sein Aroma stark abgibt. Vor dem Verzehr aus der Kühlung holen und 30 bis 60 Minuten bei Zimmertemperatur liegen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.
Genuss-Tipps für Reblochon pur: Eine ideale Figur macht Reblochon auf einer Käseplatte mit knusprigem Baguette, Nüssen, Trauben, Birnen oder Feigen und einem frischen, nicht zu schweren Weißwein. Für ein schnelles Highlight: Reblochon im Ganzen bei Zimmertemperatur ruhen lassen, oben etwas Rinde abschneiden und kurz im Ofen oder unter dem Grill schmelzen, dann mit Brot auslöffeln.
Wein-Tipp
Zu Tartiflette passen einerseits frische und schlanke Weine mit guter Säure, welche die Cremigkeit des Reblochon ausbalancieren, bestens, also zum Beispiel ein trockener Riesling, ein nicht zu üppiger Silvaner. Wer in der französischen Heimatregion des Tartiflette bleiben möchte, greift zu einem trockenen Weißweine aus Savoyen.
Andererseits lassen sich auch Burgunder, die etwas mehr Schmelz, aber auch genug Frische und Struktur mitbringen, gut zu diesem Gericht schmecken, so ein nicht oder nur dezent im Holz ausgebauter Chardonnay oder ein nicht zu fruchtbetonter Pinot Blanc.
Wenn's ein roter Wein zu Tartiflette sein soll, dann ein leichter mit nicht zu hohen Alkoholgehalten und wenig Tannin, so zum Beispiel ein Gamay aus dem Beaujolais oder ein leichter Spätburgunder / Pinot noir.
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