Doppelsieg: Edelschliff und Nationalparkwein stammen beide aus dem Weingut Edelberg

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Edelschliff Jury


14|03|2018   In Weingut Edelberg in Weiler bei Monzingen an der oberen Nahe hat man bei den Weinen des neuen Jahrgangs 2017 offenbar Etliches genau richtig gemacht. Beleg dafür ist ein erstaunlicher Doppelsieg, den die Brüder Peter und Michael Ebert, gemeinsame Leiter des Familienweingutes, nun verbuchen durften. Sowohl beim Wein-Wettbewerb "Edelschliff", der an der Nahe zum 20. Mal ausgetragen wurde, als auch bei der allerersten Auflage des Wettbewerbs für den Nationalparkwein Hunsrück-Hochwald strich das Weingut, das 18 Hektar Rebfläche in den Gemeinden Weiler, Meddersheim und Burgsponheim bewirtschaftet, den Sieg ein.

Verkostung beim Weinwettbewerb Edelschliff
Konzentrierte Verkostung beim Edelschliff-Weinwettbewerb.


Riesling aus dem Herrenzehntel streicht Edelschliff-Sieg ein

Seit zwei Jahrzehnten gibt es den Wein-Wettbewerb "Edelschliff" bereits an der Nahe, nur wurde der 20. Siegerwein gekürt: der „Edelschliff 2018“ stammt aus dem Weingut Edelberg aus Weiler bei Monzingen an der oberen Nahe. Eine mit rund 20 Weinexperten und Weinkennern besetzte Jury kürte heute den trockenen Riesling der Winzerfamilie aus der Lage Herrenzehntel zum Sieger des Weinwettbewerbs, der von den beiden Vereinen Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße zum 20. Mal veranstaltet wurde.

Herrenzehntel Riesling


Zuvor hatte die Jury bei der Blindverkostung unter Leitung von Weinland Nahe-Geschäftsführerin Nadine Poss insgesamt 26 trockene Nahe-Rieslinge des neuen Jahrgangs 2017 in der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach verkostet und bewertet. Den Sieg trug schließlich der feinfruchtige und ebenso elegante wie tiefgründige Riesling aus dem Keller des Weingutes Edelberg davon. Heimat des "Edelschliff 2018" ist ein Einzellage Herrenehntel, eine Weilerer Spitzenlage, in der die Rieslingreben in rotliegender Lehmverwitterung wurzeln. In der südlich ausgerichteten Steillage gedeihen balancierte, ebenso kraftvolle wie elegante Rieslinge mit Pfirsich- und Zitrus-Aromatik sowie einem würzigen Rückgrat.

Weinlagen rund um Weiler
Ausschnitt aus der historischen Nahe-Weinbau-Karte für den Regierungsbezirk Koblenz aus dem Jahre 1901.


"Die Probenfolge war sehr spannend. Da waren viele tolle Weine dabei, aber am Ende kann ja nur einer der Beste sein", beschrieb Naheweinkönigin Pauline Baumberger ihre Eindrücke von der Blindverkostung, an der auch die Nahewein-Prinzessinnen Julia Spyra und Christin Leydecker sowie Edelsteinkönigin Anna-Lena Märker teilnahmen. Auch Dieter Koch vom Vorstand der Deutschen Edelsteinstraße zeigte sich vom Spektrum der für den Edelschliff-Wettbewerb angestellten Weine ebenso begeistert wie der Präsident des Weinbauverbandes Nahe, Dr. Thomas Höfer, der die durchgängig gute Qualität der Probanden lobte: "Es gibt da keine Ausreißer, die Verkostung bewegt sich auf hohem Niveau. Diese Weine sind eines Edelschliffs würdig", attestierte er.


Erster Nationalparkwein gekürt

Der Sieg beim Edelschliff-Wettbewerb war aber an diesem Tag erstaunlicherweise nicht der einzige Erfolg, über den sich die Brüder Peter und Michael Ebert, 46 und 36 Jhare alt, die das Familienweingut seit 2015 gemeinsam leiten, freuen durften. Denn auch aus der zweiten Verkostungsrunde, bei dem erstmals ein Paradewein für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald gesucht wurde, ging das Weingut Edelberg als Sieger hervor.

Zur Auswahl beim erstmals von den Vereinen Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße ausgetragenen Nationalparkwein-Wettbewerb standen elf Weine aus dem halbtrockenen Segment, und zwar Weiße Burgunder, Müller-Thurgau und Cuvees aus diesen beiden Rebsorten. Zum Nationalparkwein 2018 kürte die Jury schließlich den halbtrockenen Müller-Thurgau Jahrgang 2017 aus dem Keller des Gutes Edelberg - der Doppelsieg für das Weingut war perfekt.


Müller-Thurgau aus dem Weingut Edelberg


Die Idee hinter dem Nationalparkwein: Besucher des 2015 gegründeten Nationalparks Hunsrück-Hochwald, der auch Waldgebiete in der Edelsteinregion an der oberen Nahe umfasst, wird der Wein als Teil einer Wegzehrung für Wanderer in der Tourismusbüros in der Nationalparkregion angeboten. Damit der Wein leicht im Wanderrücksack zu transportieren ist, wird er ausschließlich in einer mit Schraubverschluss versehenen und somit leicht zu öffnenden 0,5 Liter Flasche angeboten. Er erhält ein eigenen Nationalparkwein-Etikett und zudem einen Anhänger um den Flaschenhals, und zwar eine mit einem Lederband befestigte kleine, mit Schieferplatte. Diese ist mit dem "Keltenkatze" Logo des Nationalparks verziert. Wie Weinland Nahe-Geschäftsführerin Nadine Poss mitteilte, wird der Nationalparkwein im Juni bei Nationalparkfest offiziell vorgestellt.

Nadine Poss von Weinland Nahe
Nadine Poss, Geschäftsführerin von Weinland Nahe, erläutert für die Jurymitglieder das Wettbewerbsverfahren.


Edler Wein mit edlem Stein

Die Edelschliff-Weinedition, mit der die Vereine Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße für die besonderen Schätze des Nahelandes werden, ist streng auf 1000 Flaschen limitiert. Bevor der Wein in den Handel kommt, darf der Edelschliff 2018 allerdings noch einige Zeit im Fass reifen. In den Verkauf kommt der Wein in der olivgrünen Schmuckflasche, die jedes Jahr mit einem anderen geschliffenen und gefassten Edelstein versehen wird, erst im Sommer 2018.

Edelschliff Weinflasche
Das elegante Etikett des Edelschliff-Weines.


Für die prunkvolle Ausstattung mit dem Edelstein sorgt wie in den Vorjahren die Goldschmiede der Asbacher Hütte, ein Betrieb der „Diakonie Werkstätten kreuznacher diakonie“. Dort werden die kleinen geschliffenen Edelsteine in einen Anhänger mit Karabinerhaken gefasst und mithilfe eines geschwundenen Silberdrahtes am Flaschenhals befestigt. Ist der „Edelschliff“ einmal geleert, kann der Edelstein als Schmuckstück beispielsweise an einer Kette weiter getragen werden. „Der Edelschliff ist ein äußerst gelungenes Produkt und ein hervorragender Werbeträger, der die untere Nahe mit seinen Weinen und die oberen Nahe mit seiner Edelstein- und Schmucktradition bestens repäsentiert“, so Weinbaupräsident Dr. Thomas Höfer. „20 Jahre Edelschliff, das ist eine Erfolgsgeschichte. Wir brauchen mehr solchen Produkte, die für die speziellen 'Leuchtturm-Merkmale' unserer Region werben."

Verkostung beim Edelschliff Weinwettbewerb
Wer hat das Zeug zum Edelschliff? Jurymitglieder bei der Bewertungsarbeit.


Verkaufsstart für den "Edelschliff" ist nach der Präsentation im Sommer, der Verkaufspreis pro „Edelschliff“ Schmuckflasche liegt bei 17,80 Euro. Erworben werden kann der besondere Wein dann im



Randnotizen 


Das Weingut

Das Weingut Edelberg ist ein traditioneller Familienbetrieb an der oberen Nahe. Willi und Christa Ebert übernahmen den Betrieb in Weiler 1978 von ihren Eltern und führten deren langjährige Weinbautradition fort. In diese Fußstapfen traten auch deren Kinder. Die Söhne Michael und Peter lernten das Winzerhandwerk von ihren Eltern. Heute bewirtschaften die 18 Hektar Rebfläche des Gutes in den Gemeinden Weiler, Meddersheim und Burgsponheim gemeinsam, wobei sich Michael Ebert auf Weinbautechnik und Peter Ebert auf Weinbauwirtschaft spezialisierte. Mehr als zwei Drittel der Rebfläche nehmen der Riesling und Burgundersorten (Grau-, Weiß- und Spätburgunder) ein, das restliche Drittel teilen sich Rebsorten wie Gelber Muskateller, Bacchus, Kerner und Gewürztraminer.

Größter Wert wird von Michael und Peter Ebert auf die Arbeit im Weinberg und die Erzeugung eines hochwertigen Traubenmaterials gelegt, die Lese erfolgt komplett per Hand. Nach dem Motto "So viel wie nötig, so wenig wie möglich" wird die eingebrachte Qualität im Keller durch eine schonende Mostbereitung und behutsame Weinbehandlung bewahrt. Ziel ist es, dass jeder Wein seine Herkunft wiederspiegelt.

Die Toplage des Weinguts ist das Weilerer Herrenzehntel. Hier wachsen die Reben auf rotliegender Lehmverwitterung, die wohlschmeckenden Riesling mit leichten Pfirsich- und Zitrus-Aromen hervorbringt. Rebflächen hat das Weingut auch in der Toplage Meddersheimer Rheingrafenberg. Die Reben wachsen hier auf quarzithaltigem Kies und Sand - im Wein äußert sich das durch eine ausgeprägte Mineralität und einen leichten Salzgeschmack.

Der Edelschliff
 
Der „Edelschliff“ wird von den Vereinen Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße jährlich gekürt, 2018 nunmehr zum 20. Mal. Die limitierte Wein-Edition gilt als Aushängeschild für die Region Nahe und wirbt auf besondere Weise für die Wein- und Edelsteinregion. Bis zum 15. Jahrgang war stets eine edelsüße Riesling Auslese in der Flasche, seit fünf Jahren wird der "Edelschliff" aus der Reihe der trockenen Rieslinge der Region Nahe des jeweils aktuellen Jahrgangs gewählt.

Der Nationalpark 

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald liegt in den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland und ist der der 16. deutsche Nationalpark. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am Pfingstwochenende 2015 statt. Der Nationalpark umfasst 10.120 Hektar Fläche im Bereich der westlichen Höhenlagen des Hunsrücks, dem Idarwald und dem Schwarzwälder Hochwald, der zumeist nur als Hochwald bezeichnet wird. Von der Gesamtfläche liegen etwa 986 Hektar im Saarland innerhalb des Gebietes der Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler.
Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist eingebettet in den Naturpark Saar-Hunsrück, der 2.055 Quadratkilometer umfasst. Der Wanderweg Saar-Hunsrück-Steig durchquert den Nationalpark mit seinen Etappen 9 und 10 von Nonnweiler bis zum Erbeskopf.

Jury des Weinwettbewerbs Edelschliff 2018
27 trockene Rieslinge sowie 11 halbtrockene Probanden verkostet die geladene Jury um Weinland Nahe, um den "Edelschliff 2018" und den erstmals ausgerufenen "Nationalparkwein" zu ermitteln.

Fotos: Moderne Topfologie 


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