TESCH ROOTS - Kunst trifft Riesling oder das Heraufdämmern der Frage: "Ist das Kunst oder kann das schon weg zum Spülen?"


Weingut Tesch Veranstaltung Tesch Roots


16|12|2018   Ist das Kunst oder kann das fast leere Weinglas schon weg zum Spülen?
Ist Wein machen Handwerk, Kunsthandwerk oder vielleicht sogar Kunst?
In welchem Maß wird Natur im Wein bewahrt, in welchem Maß erhöht?
Wie kommt die Signatur eines Winzers in den Wein . . . und schmeckt man die?
Küsst die Muse einen Künstler inniger, wenn dessen Lippen nach Riesling schmecken?
Wie viel Wahrheit liegt auf dem Boden eines Weinglases?
Ist das Leeren eine Flasche guten Rieslings im gleichen Maße geeignet, dass Vergehen der Zeit auf niveauvoll zu ertragen, wie das Betrachten eines kinetischen Kunstwerkes? Oder sollte man beides per se gleichzeitig tun?

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"Ist das Kunst oder kann das Glas schon weg zum Spülen?

Wie viel apollinische Askese und wie viel dionysische Ekstase steckt in der Kunst, wie viel im Wein?
Findet der Winzer den Wein in den Trauben oder erfindet er ihn?
Der Künstler (Michelangelo) : „Der David steckte von Anfang an im Marmorblock. Ich entfernt nur alles, was nicht David ist". Der Winzer: „Der Wein steckte von Anfang in den Trauben. Ich entfernt nur alles, was nicht Wein ist".
Schwarz auf Weiß gezeichnet: Sind Arturs Berzins Kohlezeichnung auf Holzbrettern und Martin Teschs Riesling Unplugged „aus dem gleichen Holz“ gemacht?

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Fragen über Fragen. Fest steht nur: Wer weißes Rauschen sieht, muss nicht unbedingt nach Sendeschluss vor einem alten Röhrenfernseher sitzen. In diesem Sinne . . .


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"Tesch Roots" - PREMIERE, der Auftakt und so . . .


Dr. Martin Tesch, Inhaber und Lenker des fast 300 Jahre alten Familienweingutes Tesch in Langenlonsheim an der Nahe, Doktor der Mikrobiologie, Erfinder des „brutal" trockenen Riesling Unplugged und eines Weines namens „Weißes Rauschen“ für die Punk-Band „Die Toten Hosen“, macht jetzt auch in Kunst . . . sozusagen . . . im hergeholten Sinne.


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"Tesch Roots" Nr. 1 in der Vinothek des Weingutes Tesch.


Nein, nein, keine Angst, Tesch malt jetzt nicht kleine Aquarelle und verkauft diese zusammen mit seinem Wein . . . obwohl er das vielleicht auch könnte, wer weiß. Nein, der quer denkende Winzer von der Nahe hat eine neue Veranstaltungsreihe ausgeheckt. Unter dem Titel „TESCH „ROOTS“ möchte er künftig mehrmals im Jahr in die Tesch-Vinothek in Langenlonsheim zum Austausch und zur Auseinandersetzung mit Künstlern und kreativen Köpfen, mit zeitgenössischer Kunst und zeitgemäßen Weinen einladen.

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Die Auftaktveranstaltung fand am vergangenen Donnerstag statt. Galeristin Anna Sausverde-Ellger aus Liebshausen, gebürtige Lettin und Expertin für die baltische Kunstszene, präsentierte in der Vinothek eine kleine Auswahl zeitgenössischer Kunstwerke vom gegenständlichen Gemälde bis zur abstrakten kinetischen Kleinskulptur. Begleitend zu den Arbeiten von Roger Vilder und Ritums Ivanovs, Guntars Sietins, Franceska Kirke, Arturs Berzins und Kaspars Zarins, allesamt auf dem internationalen Kunstparkett beheimatet und etabliert, öffnete Dr. Martin Tesch einige Faschen aus seinem Weinkeller: einen Riesling Unplugged 2015, den Lagenriesling Laubenheimer St. Remigiusberg 2017 und eine Riesling Auslese Langenlonsheimer Königsschild des Jahrgangs 1999.

Oliver Lang entkort eine Flasche 1999er Riesling Auslese des Weingutes Tesch
Großes Winzerkunstwerk: Oliver Lang entkort eine Flasche 1999er Riesling Auslese des Weingutes Tesch.


Landwirte sind keine Künstler und Wein bei Kunstveranstaltungen ist nicht mehr als ein Erfrischungsgetränk. Ist das so? Ist das alles? Oder geht da mehr? Wie inspiriert Wein zu neuen Ideen, Sichtweisen und Perspektiven, wie befruchten sich Kunst- und Weinschaffende wechselseitig? Wie viel Kunst steckt im Wein und wie viel dionysische Weinekstase in der Kunst? Haben Kunst und Weinkultur gemeinsame geistige Wurzeln?

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Galeristin Anna Sausverde-Ellger (r.).


Mit „TESCH „ROOTS“ sollen neue Wege abseits ausgetretener Pfade und Vorstellungen ausgeleuchtet werden. Ein inspirierender und vielversprechender Ansatz. Mal schauen, was da noch kommt, denn nach der gelungenen Premiere steht fest: Fortsetzung folgt!

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Fachkundig und charmant gibt Anna Sausverde-Ellger (l.) Einblicke in das Wirken der baltischen Künstler.
Fachkundig und charmant gibt Anna Sausverde-Ellger (l.) Einblicke in das Wirken der baltischen Künstler.

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Arturs Berzins Holzkohlezeichnung auf mit Leinwand bespannten Holzbretter.

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Mag's auch mal unplugged: Dr. Martin Tesch (r.).

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Zwei Mal Kinetik - sozusagen: Weinflasche mittels Korkenzieher öffnen und kinetische Kunst.

Fotos: Moderne Topfologie