Donnersberger Glanrindwochen vom 3. bis 18. März 2018

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Das Glanrind- Passagier der Slow Food Arche des guten Geschmacks


27|02|2017   Feine Leckerbissen vom Glanrind genießen - das können Gastronomie-Besucher vom 3. bis 18. März bei den Glanrindwochen 2018. Auch in diesem Jahr machen mehrere Restaurants aus dem Donnersbergkreis, aus Rheinhessen und der Glanregion im nördlichen Pfälzer Bergland mit. Sie werden während der beiden Glanrindwochen in der ersten Hälfte des März besondere Leckerbissen vom Glanrind - einer alten Hausrinderrasse, die vorwiegend in der Region Donnersberg und dem Glantal beheimatet und zudem Passagier der Slow Food Arche des Geschmacks ist, anbieten. 

Abwechslungsreiche Glanrind-Gerichte finden sich während dem Aktionszeitraum auf den Speisekarten von acht Restaurants - und diese können sich durchweg schmecken lassen. Wer bereits eine der vergangenen Glanrindwochen besucht hat, weiß, welche Leckerbissen die Gastronomen vom Glanrind zuzubereiten wissen. So standen in Vergangenheit beispielsweise Cheeseburger vom Glanrind, Glanrindfrikadelle mit Bratkartoffeln, Tapas vom Glanrind, Geschnetzeltes von der Glanrindlende in Portweinjus oder Braten vom Bio Glanrind ‚sous vide‘ gegart auf den Speisekarten.


Das Glanrind- Passagier der Slow Food Arche des guten Geschmacks
Das Glanrind ist Passagier der "Slow Food Arche des Geschmacks".


Auftakt der Glanrindwoche 2018

Am Samstag, 3. März, um 19 Uhr findet im Felschbachhof in Ulmet (ca. 40 km nordwestlich von Kaiserslautern) die Auftaktveranstaltung zu den Glanrindwochen, die von den Akteuren des Slow Food Convivium Donnersberger Land – Glantal initiiert werden, statt. Geboten wird dann ein besonderes 4-Gang-Menü zum Preis von 39 Euro pro Person. Informationen und Anmeldung: Telefon 0 63 87 / 91 10.

In meiner Heimatregion an der Nahe nehmen zwei Restaurants an den Glanrindwochen 2018 teil, und zwar der Meisenheimer Hof und der Alsenzer Hof. Seit Jahren Teilnehmer der Glanrindwochen ist der Meisenheimer Hof in Meisenheim am Glan rund 15 Kilometer südlich von Bad Sobernheim. Hier wird im Aktionszeitraum ein 4-Gang-Menü rund ums Glanrind angeboten, und zwar mit oder ohne korrespondierenden Weinen des Gutes Klostermühle Odernheim. Das Menü kostet 46,90 Euro pro Person ohne und 65 Euro mit Weinbegleitung. Im Alzenser Hof in Alzenz an der Alzenz rund 20 Kilometer südlich von Bad Kreuznach werden in den beiden Aktionswochen (Montag, 5. März geschlossen) verschiedene Speisen vom Glanrind serviert, die als Menü (3-Gang-Menü 32 €, 4-Gang-Menü 36 €) oder auch einzeln bestellt werden können. Zur Menü-Karte gehören gebeizte Scheiben vom Glanrindrücken mit Weizencreme, Karotte und Senfvinaigrette, eine Brühe vom Glanrind mit Karotte und Lauch, Schmorbraten vom Glanrind auf Selleriepüree mit Kohlrabi und Mohn und als Dessert Schokoladencrêpes mit Heidelbeerkompott und Brioche Eis. "Ebenfalls werden wir noch - solange der Vorrat reicht - rosa gebratenes Filet vom Glanrind anbieten", so Alzenser Hof-Chefin Kerstin Altmos
 

Die teilnehmenden Restaurants der Glanrindwochen 2018


  • Hotel Kollektur in Zellertal
  • Gutsschänke Alte Brennerei in Mölsheim
  • Waldhotel in Eisenberg
  • Mühle am Schlossberg in Wartenberg-Rohrbach
  • Waldhotel Felschbachhof in Ulmet
  • Alsenzer Hof in Alsenz
  • Meisenheimer Hof in Meisenheim
  • Restaurant Lagallerie in Mainz 

Alle Adressen der Restaurants und weitere Informationen rund um die Aktion beinhaltet der Flyer zur Glanrindwoche 2018, der hier heruntergeladen werden kann. Weitere Informationen gibt es beim Donnersberg-Touristik-Verband.


Randnotiz


Mehr über das Glanrind und die Bezugsquellen an der Nahe erfährst Du hier im Blog in meinem Artikel Das Glanrind - Passagier Nr. 22 in der Arche des Geschmacks. Was man aus dem Glanrind alles in der Küche zaubern kann, das erfährst Du unter anderem in meinem Blog-Bericht Zu Ehren des Glanrinds: Ein Menü im Restaurant H'manns.

Das internationale Projekt Arche des Geschmacks der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit rund 4.700 regional wertvolle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die "aus der Mode" gekommen sind und unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen würden. Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutzpflanzenarten und Nutztierrassen. In Deutschland gibt es zur Zeit 66 Arche-Passagiere - und einer davon ist seit 2007 das Glanrind, dessen Bestand in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge der Technisierung der Landwirtschaft fast bis auf Null schrumpfte. Erst Mitte der achtziger Jahre erinnerte man sich an die Vorzüge dieser alten Rasse. Mit den letzten 25 Kühen wurde ein neues Zuchtbuch für das Glanrind gegründet. Heute ist der Bestand auf um die 2.000 Tiere angestiegen.

Gezüchtet werden die sanftmütigen, an die Scholle angepassten und anspruchslosen Glanrinder heute überwiegend wegen ihrer hervorragenden Fleischqualität. Das Fleisch des Glanrindes ist - entprechend angepasste Aufzucht- und Mastmethoden vorausgesetzt - von feinen Fettadern durchzogen, sehr zart und würzig-aromatisch. Wer mit Glanrind kochen möchte, der hat die Möglichkeit, Produkte dieser besonderen Rinderrasse in der Metzgerei der Gaststätte Lind in Zellertal-Harxheim zu erwerben. Ebenso bieten Glanrind-Züchter Fleisch auch für Privatkunden an, so die Bannmühle in Odernheim am Glan am Glan oder der Bainer Hof in Waldböckelheim an der Nahe.

Fotos Glanrind: Stefan Abtmeyer


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